00:01
Schlafen kannst du woanders. Deine Story. Deine Nacht.
00:05
Die Night Lounge. Mit Daniel. Auf Big FM.
00:08
Rheinland-Pfalz. Baden-Württemberg. Hessen. NRW. Und im Saarland.
00:17
Guten Abend Deutschland, mein Name ist Daniel Kaiser. Willkommen zur Night Lounge heute am Mittwoch, den 29. Juli 2026. Kurz nach zwölf haben wir es. Wir starten in die Night Lounge heute mit einem Thema, das wir in der Form glaube ich noch nicht hatten. Unser Thema lautet heute Abend ist Freizeit. Heutzutage wertvoller.
00:41
Als Geld. Darüber wollen wir heute Abend miteinander sprechen. Viele arbeiten ja ziemlich hart für ein höheres Gehalt, nehmen manchmal sogar mehrere Jobs in Kauf. Und ja, dann wollen sie natürlich auch was machen. Vielleicht eine schöne Reise, sich ein schönes Auto kaufen, einfach ein bisschen was zurücklegen für ein bisschen mehr Sicherheit. Andere sagen, Zeit kann man aber nicht nachkaufen und die reduzieren ganz bewusst ihre Arbeitszeit, obwohl dann am Ende weniger Geld auf dem Konto landet.
01:12
Aber dann konsumieren sie halt einfach auch weniger und sagen, damit komme ich zurecht. Würdet ihr für mehr Freizeit auf Gehalt verzichten oder ist das bei diesen steigenden Preisen, und das darf man auch nicht vergessen heutzutage, einfach purer Luxus, den sich längst nicht mehr jeder leisten kann? Darüber reden wir heute. Ruft mich an. Kostenlos vom Handy und vom Festnetz. Die Nummer zu mir ins Studio. Und gerne auch reinklicken auf Facebook und auf Instagram unter Night Lounge. Da haben wir das Thema für euch gepostet.
01:43
Und wir gehen direkt in die erste Leitung. Da haben wir den Marvin aus Lohne. Hallo Marvin, schön, dass du da bist.
01:48
Ja, hallo Daniel. Freut mich. Oh, bevor ich es vergesse, natürlich auch in den WhatsApp-Kanal reinklicken. Den Kanal WhatsApp, den findet ihr ebenfalls über Instagram. Einfach in die Highlights klicken, da habe ich den Link angepinnt. Marvin, freue mich, dass du da bist. Bist du eigentlich auch in unserer WhatsApp-Gruppe?
02:05
Ja, ja, natürlich.
02:06
Du bist, da hast du die Fragen schon gesehen. Da habe ich ja heute auch schon ein paar Fragen gepostet.
02:10
Ja, die habe ich auch schon beantwortet.
02:11
Hast du schon beantwortet? Ich habe mir vorgenommen, da auch immer mal mitzumachen. Ich habe es aber die letzten Tage schon wieder vergessen.
02:19
Aber gut, ich sehe gerade, das machen schon wieder ganz viele mit. Wunderbar. Schauen wir uns um Viertel nach eins an. So, kommen wir zum Thema heute Abend. Würdest du sagen, ja, heute ist Freizeit wirklich wertvoller als Geld? Wie siehst du das?
02:34
Also für mich auf jeden Fall ja. Ich mache es aber auch in dem Sinne, dass ich jetzt gerade viel auf Freizeit verzichte, damit ich zukünftig viel mehr Freizeit haben werde.
02:47
Das äußert sich wie genau?
02:49
Naja, ich versuche jetzt so viel Geld wie möglich anzusammeln, anzusparen, um dann später finanziell frei sein zu können und die Freiheit genießen zu können, die ich mir dann erarbeitet habe.
03:05
Okay, und hat das Ziel auch eine Ziffer oder ist das ein Ziel mit einem Fragezeichen?
03:15
Also eine genaue Summe habe ich leider nicht, habe ich mir noch nicht ausgemalt. Es soll auf jeden Fall reichen, dass ich damit gut zurechtkomme, weil ich hätte zum Beispiel circa vielleicht 100.000, vielleicht vielleicht auch mehr, eine halbe Menge vielleicht. Ich bin gerade gut dabei, hier etwas anzusparen, mal gucken, ob das klappt.
03:43
Und dann lässt du das Geld für dich arbeiten oder willst du es auf dem Konto einfach nur sparen?
03:50
Ist das eigentlich eine Sache, die du in der Schule beigebracht bekommen hast?
04:12
Altersvorsorge? Nö, nicht Altersvorsorge, sondern ich finde ja, dass man in der Schule lernt, dass man irgendwie später mal arbeitet für Geld. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir beigebracht bekommen haben, Geld für uns arbeiten zu lassen.
04:27
Ach so, nee, das habe ich nicht gelernt und das war jetzt leider das Problem. Früher, ich hatte ja, ich hatte früher vor zehn Jahren mal Interesse an Bitcoin gehabt.
04:40
Hatte mich mal im Internet darüber schlau gemacht und leider gab es da halt ne Menge Betrüger. Und da hab ich mal irgendwo meine Daten gelassen und bis heute krieg ich halt andauernd irgendwelche Spam-Anrufe, irgendwelche dummen Lotto-Teilnamen, die ich gekündigt hätte oder so. Ich wär heute wahrscheinlich Millionär, wenn das geklappt hätte.
05:08
Na gut, da wären wir glaube ich alle heute ganz woanders finanziell, hätten wir damals das gemacht. Und ich ärgere mich immer noch. 2017, ich saß hier in der Sendung und damals hat eine Anruferin zu mir gesagt, dass sie da investiert hat. Und damals lag der Kurs bei 700 Euro.
05:26
Und ich fand das unverschämt viel. Ich weiß noch, wie ich gesagt habe, boah, das ist aber ganz schön viel.
05:33
Und heute lache ich drüber. Aber das ist ja klar, ne? Also das ist crazy. Naja, aber hätte, hätte, Fahrradkette, brauchen wir uns nicht drüber zu unterhalten, eher nach vorne blicken. So, Freizeit ist dir heute also wichtig, aber du verzichtest lieber jetzt mehr auf Freizeit, um dir so ein bisschen finanziell was aufzubauen, um dann später mehr davon zu haben. Wann ist denn aber später? Denn eine Summe hast du mir nicht genannt, aber kannst du mir ein Alter nennen?
06:01
Mit 35 vielleicht, bis dahin mit 35, 40 ungefähr. Wie alt bist du jetzt? 28.
06:10
in sieben Jahren. Was möchtest du für ein Status mit 35 erreichen? Möchtest du finanziell frei sein oder oder was ist das Ziel mit 35?
06:26
Ja mit 35 erst einmal in den Immobilienkauf. Ein Hauskauf würde ich sagen, was ich da dann halt schon mal
06:37
Aber dafür schuldest du dich ja wieder. Wenn du ein Haus mit 35 jetzt kaufen möchtest, also jetzt hast du das Geld nicht, mit 35 wirst du es auch noch nicht komplett haben. Du unterschreibst ja, um dich dann wieder für mehrere Jahre zu binden, sage ich mal.
06:56
Das stimmt. Ja, das ist schwierig. Ich versuche halt, so gut es geht.
07:04
Ist jetzt nicht meine Definition von Freiheit. Also deswegen frage ich nochmal gezielt.
07:10
Und wie gesagt, ich versuche halt monatlich auch mehr reinzupacken, als ich eigentlich einspeise. Pro Monat sind das 250 Euro.
07:20
Und jetzt haben wir ihn gerade verloren, den Marvin. Der ist, glaube ich, gerade in ein Funkloch geraten.
07:26
Aber mit 35 will er was ändern. Und vielleicht ruft er auch noch mal an. Aber ich danke dir erst mal für den Moment. Ihr dürft auch anrufen vom Handy vom Festnetz. Eine Leitung ist heute frei. Also jetzt gerade aktuell. Und das ist die Nummer zu mir. Ist Freizeit heute wertvoller als Geld? Das ist das Thema heute Abend. Und in der nächsten Leitung begrüße ich wen mit der Endziffer 41. Hallo, wer da? 41.
07:56
Möchte nicht reden. Dann gehen wir weiter zur 1.5. Hallo, wer da? Hat auch aufgelegt. Dann gehen wir weiter. Guck mal, die legen alle auf. Wunderbar, dann haben wir den mit der 7.2. Hallo? Ja, wer ist denn dran?
08:14
Hi, ich bin Natale.
08:16
Nochmal bitte.
08:18
So, mein Name ist Natale. Natale, grüß dich.
08:21
Wo bist du her, Natale? Aus welcher Ecke rufst du mich an?
08:24
Ja, Karlsruhe. Karlsruhe. Ah, okay, cool. Bruchsal.
08:30
Bruchsal, okay, das kenne ich. Natale, ich bin Daniel. Wir reden zum ersten Mal, oder?
08:35
Ja, ja, zum ersten Mal, ja.
08:36
Schön. Ja, das Thema heute ist Freizeit wertvoller als Geld.
08:44
Auf jeden Fall.
08:47
Auf jeden Fall? Ja, dann erzähl mal, warum?
08:50
Ja, weil jetzt das Leben ist nicht so einfach so...
08:54
Einfach so mal sagen, weil es auf der Welt ist ein bisschen kompliziert geworden mit vielen Problemen und so weiter. Wenn jemand ein bisschen Zeit für sich nimmt, das ist mit Luxus jetzt gerade. Weil das Leben ist sowieso auch sehr kurz und manchmal verpassen wir so viele Momente, wir sind immer bei Arbeit eingesteckt und so weiter. So ist meine Meinung.
09:20
Und wie alt bist du heute?
09:23
Jetzt bin ich so 37.
09:28
Und du machst dir jetzt schon Sorgen darüber, dass das Leben bald vorbei ist, oder wie?
09:33
So, es passiert so viele Sachen jetzt momentan. Auch so viele junge Leute, die passiert so was schnell. Heute sind da, am nächsten Tag passiert immer kein Ding so. Kann alles passieren jetzt gerade momentan. Und deswegen manchmal, wir verstecken so viel Zeit in dieser Arbeit und wir verpassen so viele Momente mit Familie, Freund oder so. Manchmal ist auch für mich geworden so auch ein Spaziergang so. Ich muss immer auch genießen so.
10:02
Bist du, also hast du dir schon alles, was dir wichtig ist, aufgebaut? Mit 37 schon Frau und Kinder und Haus oder ist das alles noch offen? Ist noch offen nach Haus. Ist irgendwas davon schon in Planung oder noch gar nichts?
10:20
Ja, im Plan, auf jeden Fall. Ich wollte mich konzentrieren, ein bisschen so eine Stabilität finanziell. Und dann, wenn alles so bereit ist, dann kann ich so losgehen.
10:34
Hast du schon eine Frau?
10:36
Ja. Ja, aber ihr habt noch keine Kinder? Noch nicht. Habt ihr schon geheiratet?
10:43
Noch nicht, auch so.
10:45
Und das ist aber alles, was du noch möchtest unbedingt? Das willst du?
10:50
Aber wenn das jetzt schon so ist, dann wird es ja nicht einfacher, wenn du dann jetzt noch Familie gründest und vielleicht auch noch ein Haus kaufst. Das wird doch eher schwieriger, oder?
11:22
Auf der Zeit ein bisschen schwierig, ja genau.
11:27
Also wann ist der richtige Zeitpunkt? Du sagst, jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, aber später wird auch nicht besser.
11:33
Die Bestimmung kommt von alleine. Oder? Die Bestimmung kommt von alleine. Der Zeitpunkt kommt von alleine? Ich denke, irgendwann klappt alles, wenn wir positiv denken. Denkst du immer positiv? Ja.
11:48
Muss.
11:48
Muss, okay, okay, okay, ja. Das heißt, man muss, ich versuche es und ich kann jedem nur den Tipp geben, dass es auf jeden Fall sinnvoller ist, positiv zu denken anstatt negativ. Denn ich kenne keinen einzigen erfolgreichen Menschen, der mir sagt oder der mir gesagt hätte, ich habe immer negativ gedacht und immer irgendwie den Teufel an die Wand gemalt und bin super erfolgreich geworden. Kenne ich wirklich keinen einzigen.
12:17
Vielleicht habe ich noch nicht kennengelernt. Aber die meisten Menschen, die erfolgreich sind, haben auch eigentlich ein positives Mindset oder haben ein zielorientiertes Mindset.
12:26
Genau, weil in diesem Leben kommen immer so Probleme, aber man weiß, man muss nicht so viel abhängen von diesen Problemen. Man muss ein bisschen so, okay, es gibt immer eine Lösung und immer trotzdem weitermachen, weil es passiert jedes Mal immer was Neues. Man muss einfach so darüber reagieren und trotzdem fortführen und weiter. Ja, das stimmt. Manchmal denken wir nicht, wir sind so gesunde Menschen und wir machen zu viel Kopf kaputt.
12:56
Aber es gibt so wirklich Leute, die wirklich Probleme haben, so mit Krebs und so weiter.
13:04
in einem Rollstuhl oder so, das sind die Wichtigen, die Probleme haben, mit Schwierigkeiten. Aber ich mache zu viel Kopf kaputt für gar nichts manchmal, denke ich. Deswegen, in der Freizeit muss jemand sich ein bisschen orientieren, dass ich das jetzt machen muss, nicht morgen oder keine Ahnung wann. Natal, du bist jetzt 37, hast du gesagt, ne?
13:27
Partnerin hast du schon und wie viel arbeitest du Zeit? Hast du einen Job oder hast du mehrere Jobs? Ich habe zwei Teilzeitjobs jetzt gerade so.
13:36
Zwei Teilzeit, nichts Vollzeit, beide Teilzeit.
13:40
Bist du zufrieden oder möchtest du irgendwas anderes machen beruflich?
13:55
Was mich jetzt mal interessieren würde, das ist jetzt nur ein Gedankenexperiment, okay? Das ist jetzt nur ein Gedankenexperiment, aber ich würde gerne wissen, stell dir folgendes Szenario vor.
14:06
Du würdest ab heute für ein Jahr ganz normal weiter dein Geld bekommen, was du jetzt gerade verdienst, aber du musst dafür nicht arbeiten. Das heißt, du hast Freizeit. Wie würdest du diese Zeit nutzen?
14:23
Das ist ein gutes Experiment, weil es ist nicht einfach so zu antworten. Warum? Was würdest du machen?
14:31
Ab dem 1. August bekommst du ganz normal dein jetziges Gehalt, was du für die zwei Jobs, ich weiß nicht, wie viel das ist, will ich auch nicht wissen, ist auch egal, aber du bekommst es für ein ganzes Jahr. Das heißt, du musst für dieses Geld jetzt nicht mehr arbeiten. Du hast jetzt Freizeit. Was machst du mit dieser Freizeit?
14:48
Auf jeden Fall Urlaub sofort. Urlaub. Wie lange warst du schon nicht mehr im Urlaub?
14:55
Ich war schon. Wie lange warst du schon nicht mehr im Urlaub? Achso, letztes Jahr schon, ja. Letztes Jahr? Dieses Jahr noch gar nicht? Ja, September geplant, ja. Ah, gehst du schon im September. Okay, schön.
15:08
Ja, okay, Urlaub, also wie lange? Machst du ein Jahr Urlaub oder wie lange bleibst du weg?
15:15
Nein, vielleicht drei Wochen, maximal ein Monat und dann. Ich werde sowieso ein bisschen Sport machen, keine Ahnung, in Deutschland so besser kennen, so Plätze, wo normalerweise wir, also ich habe noch nicht besucht oder so weiter. in diese Richtung zu reisen und so weiter.
15:33
Wir treffen uns ein Jahr später, nachdem quasi dein ein Jahr Sabbatical vorbei ist. Und dann werde ich dich fragen, Natale, wie hast du die Zeit genutzt? Hast du sie sinnvoll genutzt? Hast du dich weitergebildet? Bist du heute erfolgreicher und besser als vor einem Jahr? Was wirst du mir antworten?
15:54
Kann sein, ja, werde ich schon besser. Kann sein, ja.
16:00
Und was, wenn nicht? Was, wenn du sagst, nein, Daniel, ich habe nur gechillt. Ich habe den ganzen Tag nur Netflix geguckt und habe gegessen und habe mein Geld online ausgegeben für Shopping.
16:10
Nein, das werde ich nicht machen. Das werde ich die Zeit so gut benutzen, auf jeden Fall.
16:15
Und wie läuft es mit der Partnerin? Und dann sagst du, ach, ja, wir haben nicht so viel gemacht. Wir haben nur zu Hause auf der Couch gesessen.
16:24
Ich denke nicht, denke nicht.
16:27
Dann hat sie irgendwann gesagt, ich nerv sie, weil ich zu viel zu Hause bin. Nein. Kann auch so sein.
16:36
Kann auch so sein. Ja, kommt drauf an, was man draus macht.
16:39
Also du glaubst schon, dass dieses eine Jahr dich weiterbringen würde?
16:44
Wenn er mich konzentriert, ja, kann sein. Weil ich werde so an die Ziele besser fokussiert und ja. Bist du ein disziplinierter Mensch?
16:56
Ja, ich versuche manchmal.
16:58
Ich versuche auch. Aber versuchen ist immer so schwer, das weißt du ja. Auf jeden Fall, ja. Manchmal muss man auch ein bisschen mehr als versuchen.
17:10
Ja, man muss sich, glaube ich, manchmal auch so ein bisschen zwingen dazu, mal was zu machen. Aber ich freue mich. Vielen Dank, dass du dich auf dieses Experiment eingelassen hast. Natale, ich wünsche dir einen schönen Abend. Ja, alles Gute dir.
17:22
Das hat mich sehr, sehr gefreut. Mich auch. Ich folge dir. Du warst meine erste Sendung, du warst in Deutschland gekommen. Ich habe dich damals. Weil ich hatte eine kaputte Radio, nur noch keine Fernseher gehabt. Und dieses Radio hat diese Big FM so getroffen. Damals habe ich mit dir angefangen, so Deutsch zu lernen. Echt? Okay, jetzt kriege ich schon wieder Gänsehaut. Wie cool, wie cool ist das denn? Das war, ich hatte keine Fernseher noch gehabt damals. Und die waren ja eine kaputte Radio, so. Verleg mal. Und dann habe ich diese Sendung getroffen.
17:53
Dann war Daniel Stimme da und ja. Ey, du glaubst gar nicht, wie viel mir das bedeutet.
17:57
Wirklich.
17:58
Vielen, vielen Dank für das Feedback. Ich folge viel. Also wenn ich kann, ich folge dich immer, Daniel. Sehr, sehr schön. Vielen Dank. Dir alles Gute. Danke dir. Mach's gut. Ciao. Dankeschön. Schönen Abend. Ciao, ciao.
18:08
So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Fastnetz. Thema heute Abend. Ist Freizeit heute wertvoller als Geld?
18:15
So, wen haben wir in der nächsten Leitung? Schauen wir doch mal. Da haben wir Sascha aus Neuwied. Sascha, grüß dich.
18:22
Einen schönen guten Abend, Daniel. Hallöchen. Ich hoffe, heute ist die Verbindung besser als letztes Mal.
18:26
Ach, das kriegen wir doch hin. Ich bin gespannt. Erzähl mal, wie sieht es bei dir aus?
18:32
Also definitiv, Freizeit ist das höchste Mut, was man haben kann. Und ich würde definitiv die Freizeit vorziehen.
18:39
Wenn du es könntest.
18:44
Ich habe das Thema ja jetzt nicht zum ersten Mal. Ich habe es nur in dieser Frageform zum ersten Mal. Ich weiß aber in der Vergangenheit, dass ich oft zu hören bekommen habe, so viel Freizeit will ich gar nicht haben. Denn wenn ich zu viel Freizeit habe, sitze ich nur zu Hause und gebe Geld aus. Das heißt, viele wissen gar nicht so recht, was mit ihrer freien Zeit anzufangen. Und dann habe ich die neuesten Studien gerade gelesen, die sagen, dass wir die meiste Freizeit vor einem Bildschirm verbringen. Und da stellt sich natürlich auch mir die Frage, ist das unsere Definition von Freizeit heutzutage?
19:19
Das heißt, freie Zeit vor einem Bildschirm zu verbringen? Ich weiß es nicht, aber ich bin gespannt auf die Gedanken von dir.
19:27
Also in der heutigen Zeit ist es leider Gottes gang und gäbe. Man fängt mit dem Handy an, hört mit dem Fernseher auf, geht dann rüber zum Tablet oder zum Laptop, PC. Es geht ja heute gar nichts mehr ohne Bildschirm. Ich meine, ich bin in der Logistik tätig und selbst da hast du schon Bildschirme, da hast du keinen eigenen Mensch mehr vor dir und Anführungszeichen KI.
19:49
Also ich bin Kind der 90er und ich bin nach Hause gekommen, wenn die Laternen angegangen sind. Da hat man mit dem Fahrrad ist man dann rausgegangen. Da hat man mal bei den Kollegen oder Freunden damals geklopft oder geklingelt. Hier kommst du raus, geh mal ein bisschen Fußball spielen oder sonst irgendwas, weil da gab es doch gar nichts. Das Thema Facebook oder sonst dergleichen.
20:08
Dann ging es los mit den Nokia-Handys. Also da war noch Freizeit, was man heute nicht mehr Freizeit nennen kann, meines Erachtens.
20:15
Dann beschreibt mir, wie es früher war, weiß ich auch noch. Gut, die ganz, ganz jungen Leute werden es vielleicht nicht so ganz kennen. Aber mich würde ja immer interessieren, wie ist es denn heute, wenn du heute Freizeit hast? Was machst du draus?
20:29
Auf jeden Fall mit meiner Familie verbringen. Ich habe vier Kinder, zwei aus erster Ehe.
20:35
und noch zwei andere, mit denen ich jetzt noch zusammen bin. Und da werde ich auf jeden Fall mit der Familie viel Zeit verbringen, wenn ich das machen könnte.
20:46
Aber du weißt doch, wie das ist. Der Papa hat jetzt mal frei und jetzt will der Papa Aufmerksamkeit von der Familie und die sagen alle, Papa, ey, geh mir nicht auf den Wecker. Ich will meine Konsole zocken oder auf meinem Handy meine TikTok-Videos gucken. Deine Frau sagt, ja, schön, dass du jetzt Zeit hast. Ich muss trotzdem die Wäsche gerade machen. Ähm...
21:03
Sieh zu, dass du mir vielleicht hilfst oder mach irgendwas Nützliches, anstatt einfach nur im Weg zu stehen. Oder weiß ich nicht. Erzähl mir mal, wie der Alltag da aussieht.
21:16
Also das ist ganz einfach erklärt. Wenn meine Jungs spielen möchten, dann spiele ich natürlich mit, definitiv. Dann fragen sie auch nicht großartig. Dann wird auch mal zusammen auf der Couch gekuschelt. Oder wenn meine Frau zum Beispiel die Wohnung macht, dann packe ich auch mit an. Ich sauge, ich spüle, ich bügele auch. Das ist ein Phänomen. Ich falte die Wäsche, wasche die Wäsche. Also es ist auf jeden Fall strukturiert.
21:39
Es gibt auch Ausgleichs. Dann gehen wir mal raus bei dem Wetter zum Beispiel, gehen wir auf den Spielplatz oder spazieren. Einfach mal als Ausklang und dann wird abends zusammen mit der Frau auf der Couch schön gekuschelt, Fernsehen geguckt etc. Auf jeden Fall ein Tagesablauf ist da.
21:55
Na gut, immerhin. Kriegt man hin. So, aber du sagst, das geht eigentlich nicht immer. Eigentlich bin ich die ganze Zeit nur am Arbeiten. Wie viel arbeitest du denn?
22:07
Also ich bin in der Logistik von einem Selfway-Fahrer unterwegs.
22:13
Und zwar nicht im Fernverkehr, zwar im Nahverkehr, ich bin zwar immer zu Hause, aber wenn ich Nachtisch hab, dann schlafe ich halt den halben Tag über, wenn ich morgens um vier heimkomme. Aber nicht desto trotz stehe ich auch bei Zeiten auf und verbringe, gerade jetzt in den Schulferien, viel Zeit mit meinen Jungs und mit der Frau sowieso, pack dann auch mit an. Bin zwar bisschen gerädert, ja, man hat zwar nur paar Stunden, aber gerade diese Stunden, ich sag mal, man lebt nur einmal und man sollte gerade den Moment dann immer nutzen. Immer nutzen, wo es geht.
22:42
Weil die Kinder werden so schnell groß. Meine Älteste, die ist 22. Und das ist Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Da muss ich allerdings zu sagen, da war ich damals auch im Fernverkehr tätig. Und man sollte die... Wer jetzt jung Papa geworden ist, nutzt die Zeit. Nutzt die Zeit mit euren Kleinen. Weil das nimmt euch keiner mehr und gibt euch keiner mehr. Für kein Geld der Welt. Auf jeden Fall. Kann ich nur so weitergeben.
23:09
So, den einen haben wir gehört, der Marvin, glaube ich, war das, der gesagt hat, ja, jetzt muss ich erstmal ein bisschen arbeiten, bis 35 möchte ich mir ein bisschen was aufgebaut haben und dann sollen die nächsten großen Schritte kommen. Bei Natale ist es so, dass er jetzt schon 37 ist und sagt, diesen Moment habe ich immer noch nicht, aber ich will ihn immer noch erreichen. Kennst du das auch von dir selbst, dass du irgendwie so sagst, ja erstmal muss dies passieren, damit ich das machen kann? Stichwort Familienplanung damals vielleicht oder gewisse Etappen, die man sich selber steckt.
23:46
Also ich bin 42 und ich muss sagen, ich habe meine Ziele eigentlich erreicht, was die Familienplanung anbelangt. Also ich bin zwar nicht verheiratet, ich muss auch Unterhalt zahlen, das mache ich auch gerne. Aber ich sage jetzt mal im Großen und Ganzen, ich habe meine Ziele definitiv erreicht.
24:04
Und ja, der Höhepunkt ist da.
24:07
Aber ich frage mich, ob das heutzutage noch Sinn macht. Ich kenne das auch noch von meinen Großeltern. Erst mal schön arbeiten und so weiter. Und dann später, wenn man dann in Rente geht, dann hat man hoffentlich das Haus vielleicht noch. Und dann muss man vielleicht nur noch 10, 20 Jahre arbeiten, bis man es dann abgezahlt hat. Und dann kann man auch endlich mal die Welt entdecken. Ich habe das Gefühl, dass die jungen Leute heute das gar nicht mehr so sehen und sagen, ich warte doch nicht, bis ich in Rente gehe mit 70, sondern ich will jetzt die Welt entdecken. Ich will jetzt leben, ich will jetzt irgendwie die Sachen machen.
24:39
Andererseits hört man dann aber auch, dass sie halt sagen, ja, sowas wie Familie wird immer weiter nach hinten geschoben. Früher war das ja so, ja, Anfang 20, Mitte 20 ging es schon los. Heute ist die Tendenz eher Mitte 30, Ende 30.
24:53
Ja, das geht immer weiter. Weil ich meine, Gottes Willen, wenn es sich jemand leisten kann, soll er das machen, soll er die Welt entdecken, warum nicht? Wie gesagt, man lebt nur einmal und man soll den Moment genießen, den man hat.
25:05
Muss man sich das denn leisten können, frage ich. Weil ich habe den Eindruck, die, die diese Weltreisen machen, und das sind ja oft junge Menschen, Studenten und so weiter, die haben gar nicht so viel Geld und machen es trotzdem.
25:18
Ja, dann frage ich mich auch, wie das funktioniert.
25:21
Naja, Work and Travel ist ja Option 1. Dann kannst du als Au-pair irgendwo arbeiten, dann kannst du so viele Sachen. Ich habe ja auch das Gefühl, wenn du jung bist, hast du einfach weniger Verpflichtungen. Du hast halt in der Regel keine Familie, keine Kinder und so. Bist ein bisschen flexibler. Richtig, richtig.
25:40
Ja, das auf jeden Fall. Ich meine, wenn du jetzt im Alter von 22, 23 sagst, okay, ich mache, wie hast du eben gesagt, Au-Pair zum Beispiel, da kann man dann zum Beispiel auch sagen, okay, alles klar, das gefällt mir, das mache ich dann auch.
25:55
Im besten Fall wohnst du noch zu Hause. Das heißt, die Monate, die du nicht da bist, musst du keine Miete in Deutschland zahlen, weil die Eltern sagen, nee, passt schon.
26:04
Ja, das wäre schön.
26:06
Das wäre schön, oder?
26:10
Ist ja wirklich so. Ich höre manchmal von so jungen Leuten Argumente, die dann zum Beispiel sagen, ja, ich muss zu Hause Miete zahlen. Die zahlen dann irgendwie, was weiß ich, 100, 200 Euro Miete an die Eltern. Und dann sagen die irgendwie so, ja, ich war jetzt aber für einen Monat nicht da. Und dann habe ich meine Eltern gefragt, ob ich denen das wirklich geben muss, weil ich war jetzt einen Monat nicht da. Und dann habe ich mir in dem Moment gedacht, ach, weißt du, ich sollte auch mal meinen Vermieter fragen, da ich ja jetzt einen Monat im Urlaub war.
26:37
ob ich nicht einfach ein Monat lang nichts zahlen muss. Ich war ja nicht da, ich habe die Wohnung ja nicht genutzt.
26:42
Ich finde diese Logik unglaublich schlüssig, aber irgendwie hakt sie.
26:46
Ja, irgendwo ist da immer ein Haken dran.
26:50
Irgendwo ist ein Haken dran, ne? Ja, das stimmt. Was mich noch viel mehr geärgert hat, ist aber, dass die Eltern tatsächlich zugestimmt haben bei dieser Idee.
27:00
Die haben dann wirklich gesagt, nee, okay, kannst du stecken lassen. Ich hätte gesagt, nee, sorry, ich bereite dich hier aufs Leben vor. Du zahlst das definitiv, ob du willst oder nicht. Was hättest du gemacht? Sei ehrlich. Was hättest du gemacht? Hättest du den lieben Papa gespielt und gesagt, nee, komm, ist okay. Oder hättest du gesagt, du, das ist hier kein Wunschkonzert. Was hättest du gemacht? Sei ehrlich.
27:21
Ja, also wenn ich ehrlich bin und ich sag jetzt mal, Wenn meine Älteste sagt, hier pass auf, ich bin im Monat nicht da, dann würde ich ja auch sagen, hier pass auf, da komm, dann lass den Monat stecken, du baust das Geld da, wo du jetzt bist zum Verpflegen etc. Also da bin ich dann wirklich kulant und bin ich dann auch der liebe Papa, auf jeden Fall.
27:39
Ja, aber das kann man ja auch anders machen. Man kann ja auch sagen, die zahlt trotzdem ihre Miete und Papa schickt ihr dann trotzdem nochmal 100 Euro per Paypal oder so zu.
27:50
Am Ende ist es nämlich im Prinzip dasselbe. Sie hat auch am Ende mehr oder weniger nichts gezahlt. Aber doch, weißt du, was ich meine? Für mich ist die Symbolik dahinter irgendwie entscheidend.
28:02
Ja. Also ich wäre dann auf jeden Fall so, wie ich gerade eben gesagt habe, hier komm, lass stecken. Lass stecken. Naja, gut. Ja, rauf den Eis oder was weiß ich was. Aber ich meine, sie verbraucht ja in dem Moment dann auch nichts, wenn sie dann zu Hause ist. Kein Strom, kein Wasser, nichts in dem Moment.
28:26
Ja, habe ich alles meinem Vermieter gesagt, wollte er nicht gelten lassen. Schade, schade sei es dir.
28:31
Okay, ja.
28:36
So Sascha, ich würde auch ganz gerne, obwohl ich gerade sehe, die Zeit ist eigentlich rum, aber ich möchte trotzdem doch die Frage, die ich Natale gestellt habe, ich würde gerne mal wissen, wie du sie beantworten würdest. Also stell dir vor, ab dem 1. August bekommst du ganz normal dein Monatsgehalt, mit dem Unterschied, dass du ein Jahr lang nicht arbeiten musst für dieses monatliche Geld. Wie nutzt du diese Zeit? Was machst du draus?
29:00
Wie ich eben schon gesagt habe, definitiv mit der Familie die Zeit nutzen.
29:06
Die müssen aber trotzdem ihrem ganz normalen, nur du bist ja quasi freigestellt.
29:09
Ja, ja. Ja, ja, klar. Natürlich mit anpacken, die Kinder in die Schule bringen, Kindergarten.
29:18
Meine Erledigung, die ich sonst nie machen kann, zum Beispiel machen. Das wäre im Haus. Amtsgänge, weil alles Amtsgänge nicht, aber dann alltäglicher halt. Anstatt mal die Frau nicht zum Einkaufen schicken oder kochen schicken.
29:37
Wie viele Wochen wären rum und du würdest merken, okay, jetzt habe ich alles erledigt, jetzt sitze ich nur noch zu Hause und dreh Däumchen?
29:45
Boah.
29:47
Stimmt. Also das Maximum vier Wochen. Maximum. Echt?
29:52
Hast du alles erledigt, was du erledigen wolltest? Und alles repariert zu Hause, was du reparieren wolltest?
29:57
Im großen und ganzen Jahr. Auf jeden Fall.
30:03
Aber ist das nicht verrückt, dass wir uns eigentlich einfach mal vier Wochen freinehmen könnten, um all das zu erledigen, damit wir einfach auch so ein bisschen ein entspannteres und ein besseres Leben haben? Stattdessen zieht sich das ja quasi in die Länge und über mehrere Monate ärgern wir uns, weil wir gewisse Dinge einfach nicht erledigen.
30:25
Ja, genau das. Da kommst du nach Hause und siehst dich kaputt und gemeint, ach nee, das wollte ich auch noch mal. Ach, wieder keine Zeit. Genauso geht das nämlich, ist das ein Teufelskreis, ein Rattenschwanz ohne Ende. Das ist wahr. Ja, definitiv.
30:41
Sascha, hat mir Spaß gemacht, dich anzurufen. Nee, Quatsch, du mich. Schönen Abend hier und bis bald. Mach's gut.
30:47
Ich mag nicht immer sagen, bis zum Tage.
30:50
Tschüss. Ciao. So, nee, ihr müsst mich anrufen. Ich kann euch nicht anrufen. Die Nummer zu mir.
30:57
So, wen haben wir in der nächsten Leitung? Da haben wir wen mit der Enziffer. Muss man gerade gucken. 8-0. Wer hat denn die 8-0? Hallo.
31:05
Hallo. Hi, wer da woher? Ich bin die Marie.
31:09
Marie aus wo?
31:11
Aus dem Raum Pforzheim.
31:12
Ecke Pforzheim.
31:14
Schön.
31:15
Freue mich, dass du da bist. Marie, wir reden heute über Freizeit und die Frage lautet, ist Freizeit wertvoller als Geld für dich?
31:25
Also wertvoller als Geld auf jeden Fall. Ich finde Freizeit ist auch was ganz Wichtiges. Ich finde es aber auch eine sehr schwierige Frage, weil ich zum Beispiel habe sehr viel Freizeit und Es ist sehr schwierig, sich die Freizeit so zu gestalten, dass man nicht, wie du vorher schon gesagt hast, sein Leben verchillt.
31:49
Verchillt? Das habe ich nicht gesagt, aber klingt cool.
31:52
Ja, also dass man halt eben nichts für sich Sinnvolles macht und die Tagesstruktur geht verloren und Bei mir ist es so, ich habe viel Freizeit und dadurch eben weniger Geld. Also ich bin im Bürgergeldbezug.
32:09
Ich mache eine Weiterbildung und habe aber trotzdem sehr viel Zeit nebenher. Und die Zeit kann ich nicht, also jetzt klar für mich schon nutzen, meinen Haushalt machen. Ich kann mir eine Tagesstruktur selbstständig irgendwie versuchen aufzubauen, aber ohne muss nichts los. Das heißt, ich kann jetzt nicht groß essen gehen oder irgendwas unternehmen, was jetzt meine Freizeit verschönern würde, sage ich mal. Insofern finde ich halt bedingt sich das nicht.
32:40
Man braucht Geld, um auch irgendwo Freizeit zu haben.
32:44
Wirklich? Braucht man das? Du sagst gerade, die Freizeit zu verschönern, dafür brauche ich Geld. Was denn zum Beispiel? Womit kannst du denn die Freizeit verschönern? Da fallen mir jetzt 100 Sachen ein, die ich mit Geld verschönern kann. Mir fallen aber genauso viele Beispiele ein, wie ich meine Freizeit ohne Geld verschönern kann.
33:05
Ja, das geht schon auch.
33:06
Oder mit wenig Geld, sagen wir mal so. Also mit Minimal-Geld. Minimal heißt für mich mit 10 Euro am Tag. Oder findest du das schon viel?
33:16
Ja, also es ist eine Schachtel Zigaretten zum Beispiel.
33:23
Ja, bei mir wären es fünf Kugeln Eis bei den heutigen Kugelpreisen. Da zahlt es, glaube ich, zwei Euro für eine Kugel.
33:31
Aber theoretisch, man kriegt einen Eintritt ins Schwimmbad, man kriegt eine Kugel Eis, ich kriege sogar noch eine Pommes, wenn ich aus dem Wasser komme. Da kann man schon einiges irgendwie für die 10 Euro machen. Und ansonsten, natürlich kann man durch den Park spazieren gehen, man kann sich an den Badesee legen.
33:50
Man kann durch die Stadt flanieren. Also, weiß ich nicht. Je nachdem, was dich erfreut.
33:57
Es gibt auch viele Sachen, die man zu Hause machen kann, die einen irgendwie erfreuen. Vielleicht ein Bild malen, haben wir jetzt die letzten Tage gehört. Viele, die kreativ geworden sind, die angefangen haben zu malen, die angefangen haben, ein Instrument zu lernen. Gibt es etwas, was du... Also, ist Freizeit für dich...
34:14
dass du in dieser Freizeit freiwillig etwas lernst? Oder sagst du, boah, nee, lernen, gar kein Bock. Allein das Wort macht mich schon aggressiv und reagierst da allergisch.
34:23
Ja, also doch, doch. Lernen kann, finde ich immer gut. Lernen kann man immer. Aber also wenn ich jetzt zum Beispiel so über meine Freizeit nachdenke, was ich so den ganzen Tag mache, weil ich viel Freizeit habe, sind natürlich auch kreative Dinge und Dinge, die mir auch irgendwo gut tun. Also zum Beispiel schreibe ich Songs oder spiele Gitarre, singen.
34:47
versuche halt einfach so viel wie möglich das zu machen, was mir gut tut und was mir gefällt. Auf der anderen Seite ist es halt auch so, dass wenn man einfach viel zu viel Zeit hat, dann fängt man auch zum Beispiel an, nachzudenken über irgendwelche Sachen, vielleicht Auch Sachen, die nicht so gut sind und hängt da manchmal auch so ein bisschen fest. Also ich finde Freizeit gepaart mit Aufgaben, die man hat am Tag und die man sich auch suchen sollte, sind wichtig.
35:19
Okay, wie machst du das? Also wie stellst du das vor?
35:23
so, dass es passt für dich und dass du genau nicht Gefahr läufst, da irgendwie zu sehr über irgendwas Negatives nachzudenken, wo du nicht rauskommst, wie so ein Strudel?
35:33
Ja, genau. Also es gelingt mir nicht immer. Das ist halt einfach so, wie gesagt, wenn man viel zu viel Zeit hat, man versucht dann halt eben den Haushalt zu machen oder einzukaufen und solche Tageserledigungen quasi in den Tag mit einzubauen und dann kommen aber doch immer wieder... sehr lange Phasen, wo man Freizeit hat und die immer sinnvoll zu nutzen und immer kreativ zu nutzen, finde ich schon eine Herausforderung. Also es ist schwierig und ich mache es dann halt einfach so, dass ich mir besuche, zwei, drei Dinge vorzunehmen, die einfach auf der Tagesordnung stehen und bestehen bleiben und die ich dann auch einfach abhake zum Tagesende.
36:13
Ich finde das so gut, ja.
36:15
Ja, und alles andere versuche ich so ein bisschen drumherum aufzubauen. Aber wirklich, also ich persönlich finde, wenn man zu viel Zeit hat und dazu gehört halt auch, wenn man nicht arbeiten geht, dann fehlt einem viel in der Tagesstruktur, einfach auch eine Aufgabe. Und letztendlich fehlt einem auch das Geld und dann irgendwelche Dinge sich zu erlauben, Urlaube oder sowas oder...
36:42
Ja, keine Ahnung.
36:44
Das sind ja schon dann die großen Sachen. Aber das, was du gerade angesprochen hast, das finde ich ganz cool. Mache ich übrigens auch. Ich habe so eine Liste, wo ich immer draufschreibe, was für To-dos, so Sachen, die ich erledigen möchte. Ist auch eine sehr, sehr lange Liste. Da sind auch teilweise Dinge drauf, die ich schon seit Monaten erledigen möchte. Und immer wenn ich das Gefühl verspüre, ich habe gerade Langeweile und eigentlich habe ich sowas wie Langeweile eigentlich nie. Ich habe immer irgendwas, was mich interessiert oder so. Aber wenn ich halt sage, okay, bevor ich jetzt wieder irgendeine Doku gucke, dann könnte ich ja irgendwie diese Zeit nutzen, um eins dieser Dinge auf meiner To-Do-Liste zu bearbeiten.
37:18
Und so wie du sagst, kommt dann in dem Moment dieses, boah, da habe ich jetzt gar keinen Bock drauf. Das heißt, ich weiß, ich habe gerade Zeit. Ich könnte jetzt einen dieser Punkte bearbeiten, will das aber gar nicht.
37:33
Weiß aber auch, wenn ich es machen würde, dann fühle ich mich danach besser. Weil ich ja eins von diesen Sachen erledigt habe, die ich ja schon seit Wochen oder Monaten da stehen habe, die mich auch ärgern, die mich auch nerven. Und da muss man einfach dann konsequent sein und das wirklich dann auch machen. Und ich kann euch wirklich nur sagen, danach ist super. Danach, wenn man es gemacht hat, ist es super.
37:55
Also ich finde auch, es gibt eine richtig große Befriedigung, wenn man sich selber Ziele setzt, die einem andere nicht vorgeben, wie zum Beispiel in der Arbeit, wenn man Angestelltenverhältnis ist, ja, und man hat so seine Sachen, die man erledigen muss, dann kann einen das ja auch schon sehr befriedigen, weil man am Ende vom Tag dann vielleicht auch seine Zeit, die man geopfert hat, auch erledigt.
38:17
quasi belohnt bekommt. Aber an Tagen, wo man eben das nicht hat, nicht vorgegeben hat und man erledigt Sachen für sich und man macht es, dann fühlt man sich schon richtig gut und dann fühlt es sich besser an, wie wenn man den ganzen Tag nur Netflix geschaut hat zum Beispiel oder in irgendwelchen sozialen Medien rumgescrollt hat.
38:39
Aber ich finde, viel Freizeit kann dazu verleiten, eben genau sowas zu machen. Und ich finde auch, wie die Vorredner schon, dass das Leben sehr wertvoll ist und dass man eben nur begrenzte Zeit hat. Und eine Freizeit finde ich halt am schönsten, dass man sich selber einteilen kann, wann macht man was.
39:01
Und sich auch frei entscheiden kann, wann mache ich es oder mache ich es eben nicht. Und das gibt ein Freiheitsgefühl auf jeden Fall. Und deshalb finde ich Freizeit schon sehr wertvoll.
39:15
Marie, dann vielen Dank für deinen Anruf. Vielen schönen Abend. Alles Gute dir.
39:19
Gleichfalls. Tschüss.
39:21
So, anrufen dürft ihr vom Handy vom Festnetz die Nummer zu mir ins Studio.
39:26
Ist Freizeit heute wertvoller als Geld, lautet das Thema. Marie sagt, zu viel Freizeit kann dazu verleiten, sie nicht sinnvoll zu nutzen. Und sie weiß das auch und ist daher sehr, sehr achtsam bei diesem Punkt und versucht da... sich selbst auch immer wieder daran zu erinnern, okay, guck mal, das sind die Aufgaben, die du dir vorgenommen hast und die machst du auch, damit du nicht in diesen Modus verfällst, gar nichts zu machen. Obwohl man auch immer wieder mal vielleicht reinfällt und man darf da auch nicht allzu böse mit sich selbst sein.
39:58
Wen haben wir in der nächsten Leitung mit der 5.2? Hallo. Hallo, hallo.
40:02
Hallo, hier ist Korn. Wer? Also, Henning ist mein richtiger Name, du kennst mich, ne? Henning? Ja. Ja, genau. Welche Ecke denn nochmal? NRW ist das. Köln? Ja, also Paderborn ist beziehungsweise bekannt.
40:22
Paderborn ist besser. Den genauen Ort kennen nicht viele. Na, das muss man ja auch nicht, aber die Ecke reicht mir doch schon. Henning, freue mich, dass du da bist.
40:30
Ja, wir hatten ja schon mal die Ehre.
40:32
Marie, deine Vorrednerin, sie sagt, zu viel Freizeit verleitet dazu, sie nicht sinnvoll zu nutzen. Würdest du das bestätigen?
40:50
Die Frage ist, ob man die Zeit sinnvoll nutzt, oder?
40:53
Die Frage ist, wenn man zu viel davon hat, läuft man Gefahr, sie nicht sinnvoll zu nutzen. Jetzt müsstest du auf dein eigenes Leben blicken und sagen, du, wenn ich viel Freizeit habe, dann habe ich immer irgendwas Sinnvolles gemacht. Oder vielleicht erkennst du auch selber, ja stimmt, wenn ich zu viel Freizeit habe, dann drehe ich Däumchen und eigentlich passiert nichts, obwohl ich Zeit habe, obwohl ich mir so viele Dinge vorgenommen habe.
41:17
Da lacht er schon.
41:18
Ja, mit manchen Sachen trete ich natürlich auch vor Stelle, aber das geht, glaube ich, jedem in manchen Sachen so, oder?
41:25
Ja, aber warum gibt es die einen, die das irgendwie so hinkriegen, die gefühlt immer produktiv sind, immer irgendwas machen und die anderen, die ja immer nur meckern, dass sie zu wenig Zeit haben und wenn sie dann aber die Zeit haben, dann machen sie es nicht. Dann kommt eher das Argument, jetzt muss ich auch mal entspannen, jetzt muss ich auch mal irgendwie nichts tun, das ist ja auch mal wichtig, so.
41:49
Ja, das sind so die schweren Fragen des Lebens. Also ich kann da zum Beispiel mal ein Beispiel, ein interessantes Beispiel von meinem SIFO erzählen. Von einem was? Von meinem SIFO, also väterlicher Lehrer heißt das. Väterlicher Lehrer? Ja, ich bin ja in der EWTO und da gibt es halt so ein Ja, so ein bisschen Tradition ist da drin. Nicht mehr viel, aber ein bisschen was haben sie sich bewahrt. Was ist die TU?
42:20
EWTO, Europäische Wing Chun Organisation.
42:24
Cool, okay. Fang an, ich höre dir zu.
42:27
Ja, das ist sehr cool. Also ich sage mal so, der ziemlich härteste Typ, den ich je kennengelernt habe, das war ein sogenannter Paul. Ich sage an der Stelle immer, die krassesten Russen haben immer die deutschesten Namen. Also das muss ich besonders beurteilen können, weil ich komme aus einem Dorf, wo wir alleine zwei Russenpiertel haben, Klein Moskau und Wodka-Hügel. So, und dieser Typ war wirklich sehr kräftig und so und den konnte eigentlich nichts umhauen. Also der... Er war also körperlich und psychisch extrem stark.
42:58
Und selbst der hat dann irgendwann mal so gesagt, wie schwer das Leben ist. Der hat dann irgendwann so Geschichten erzählt, wo er aufgewachsen ist. Russland, Sibirien, also Kasachstan, um genau zu sein, das ist für uns das ja alles Russland. Das war alles Sowjetrussland. Also ich will jetzt nicht ins politische Detail gehen. Also Russland, Punkt. Er kennt jedenfalls Winter, die sind 40 Grad Minus gewesen.
43:21
Und der hat einfach mal so erzählt, wie hart das Leben so ist, wie hart seine Reise hier nach Deutschland war und so. Und dann hat er so dies und das erzählt. Und dann hat mein Zipo den so ganz ernsthaft angeguckt. Dann hat er mal gesagt, Paul, das haben wir alle ganz genau so. Und das ist so die Antwort darauf. Das ist einfach hart, das Leben. Das ist für jeden auf irgendeine Art und Weise hart. Und da muss man seinen Weg finden, damit umzugehen, oder?
43:50
Und dann hat er gesagt? Ja. Oder wie? Oder was hat er gesagt? Ich akzeptiere es erstmal so. Ich akzeptiere erstmal diese Hierarchie, dass er halt so gesehen über mir steht. Vielleicht werde ich ja selber irgendein Massifo, weiß ich nicht. Und was er damit genau meint, weiß ich auch noch nicht. Das hat er auf La Tortura mal gesagt. Also er ist Italiener und La Tortura heißt auf Italienisch und auch Spanisch übrigens. Genau das Gleiche. Also die Folter.
44:14
Ich dachte, er wäre Russin.
44:16
Nein, mein väterlicher Lehrer ist Italiener.
44:18
Achso, der...
44:20
Ja, ja. Ich habe gerade von einem Schüler geredet von ihm. Ja. Genau. Also kannst du mir folgen?
44:27
Eben nicht, deswegen. Das war ein zu großer Sprung für mich. Aber erzähl weiter.
44:31
Zum Glück macht das bald die KI. Die kann bald sowas ganz gut auseinanderhalten und so. Dann spart man sich viel Zeit und Erklärungen. Stimmt.
44:38
Müssen wir auch nicht mehr reden miteinander. Ob das die Zukunft ist.
44:42
Das ist auf jeden Fall die Zukunft, dass wir das Leben extrem vereinfachen.
44:45
Aber wäre das nicht schade, wenn wir nicht mehr miteinander reden können. Das ist doch auch blöd.
44:50
Ja, aber mal ehrlich, dann würdest du dir doch irgendeine andere Arbeit suchen oder nicht?
44:55
Wenn wir nicht mehr miteinander reden würden? Genau, weil KI das alles macht. Dann würde ich woanders mit echten Menschen reden wollen.
45:02
Ja, okay. Nein, aber ich wollte dich jetzt auch nicht unterbrechen. Also an welcher Stelle konntest du mir nicht folgen oder wo sind deine Fragen?
45:11
Du führst jetzt mal weiter das aus mit dem italienischen Lehrer, den du da hast.
45:17
Ja, ich denke, das ist einfach hart, das Leben. Es ist unglaublich hart und bitter, aber da sollte man auch die schönen Momente dann drin finden irgendwie. Also selbst nach so einem harten Arbeitstag so ein schönes Pilz, das ist doch was Tolles, oder?
45:36
Ja, oder vielleicht auch nur einen Eistee. Kommt ganz drauf an. Ja, jeder definiert das ja ein bisschen anders für sich.
45:44
Ja, das stimmt. Vor allem nicht jeder verträgt der Alkohol. Also von daher ist das schon richtig. Weißt du, worüber ich mich heute gefreut habe?
45:50
Und ihr werdet wahrscheinlich sagen, das ist jetzt nichts Besonderes. Aber es hat mich wirklich gefreut. Ich bin heute spazieren gewesen mit einem Hund und war so eine Stunde unterwegs. Und ganz am Ende bin ich an so einem Strauch vorbeigelaufen. Da waren Brombeeren.
46:02
Und da musste man sich zwar ein bisschen strecken danach, das war so am Wegesrand. Und ich habe mir dann auch gedacht, hier fahren so viele Autos, wahrscheinlich ist das total eklig und eigentlich auch gar nicht gesund. Ich habe dann trotzdem zwei davon gepflückt und die waren total süß. Und es hat irgendwie, war das ein schöner Moment.
46:19
Klingt doof, es ist was ganz simples Kleines. Aber es hat mir sehr viel Freude bereitet in dem Moment, diese Kleinigkeiten.
46:27
Ich habe mich mehr gefreut über diese zwei Selbstgepflückten, wie über die, die ich mir im Discounter kaufen kann in der ganzen Schale.
46:34
Und das war Zufall, dass du die in der ganzen heutigen Informations- und Reizüberflutung entdeckt hast?
46:41
Ja, wäre ich mit meinem Handy spazieren gegangen, dann hätte ich es gar nicht gesehen.
46:46
Ach, sieh mal einer an. Dann hat es sich gelohnt, dass du das Handy einmal kurz ausgeschaltet hast, oder war es trotzdem an?
46:52
Das mache ich grundsätzlich, gucke ich da nicht drauf, wenn ich spazieren gehe.
46:56
Ja, siehst du, da hast du doch für dich schon das Streben nach Glück beantwortet. Du suchst deine Ruhe, wenn du mal nicht erreichbar bist. Und das muss halt jeder für sich dann selbst finden.
47:07
Also das Streben nach Glück, oder?
47:10
Das Streben nach Glück. Erinnere mich an den Film mit Will Smith, glaube ich.
47:14
Ja, steht da auch in der amerikanischen Verfassung, das Streben nach Glück. Also noch ein bisschen ausführlicher beschrieben.
47:19
Ja, da kann man lange drüber diskutieren, aber ich hoffe, dass das ein bisschen dich weitergeführt hat. Also das war jetzt natürlich ein bisschen so aus dem Nähkästchenplaudern. Also du kannst dich natürlich nicht an jeden Anruf erinnern und so, aber ich hoffe, dass ich irgendwie anknüpfen konnte an das Thema. Ich habe einfach so aus meiner Biografie so ein paar Ausschnitte genannt und versucht, die irgendwie zu verknüpfen. Vielleicht bringt es ja was.
47:44
Wenn du abschließend jetzt noch, weil ich habe noch zwei Minuten, wenn du abschließend...
47:49
etwas den Leuten mitgeben wollen würdest, bezogen auf Freizeit im Vergleich zu Geld. Was würdest du sagen, was ist eine ganz wichtige Botschaft, die du gerne mitgeben, als Gedankenansatz, als Anstupser?
48:09
Ja, also für mich ist natürlich klar, also ich bin ja dein Namensvetter, also unser Kaiser, den wir natürlich viel, viel besser kennen, bei dem wir übrigens 250 Jahre leben.
48:23
Amerika letztens gefeiert haben. Also als amerikanischer Patriot sage ich natürlich, dass Geld wesentlich wichtiger ist als alles andere. Weil mit Geld kannst du dir letztendlich Freizeit kaufen. Also du kannst dir damit so ziemlich jedes Glück ermöglichen. Also von Gesundheit bis sonst irgendwas.
48:40
Kennst du die Geschichte vom Kaufmann und vom Fischer?
48:44
Nee. Kennst du wirklich nicht? Die sagt mir gerade nichts. Die musst du dir durchlesen nach der Sendung. Ich will sie jetzt nicht abkürzen, weil die ist zu gut, um sie abzukürzen. Schau einfach mal im Internet nach, falls du die Möglichkeit hast, die Geschichte vom Kaufmann und vom Fischer.
49:01
Ja, das ist definitiv spannend, ja.
49:04
Der hat nämlich viel Freizeit, der entspannte einfach, der Fischer. Und fährt ab und zu mal raus, um so ein paar Fische zu fangen. Und der Kaufmann, der gerade Urlaub macht in dieser Region, der beobachtet ihn und sagt, hey, wenn du das und das machst, dann könntest du viel mehr verdienen und könntest viel mehr irgendwie Geld machen und so weiter. Und ich will das, wie gesagt, nicht vorwegnehmen. Aber es ist auf jeden Fall eine sehr schöne Geschichte, die einen zum Nachdenken bringt.
49:27
Ja, also, ja, das ist, das hat jetzt mal wieder gepasst. Vielleicht, was weiß ich, vielleicht melde ich mich nochmal in einem Jahr oder so. Aber konntest du denn damit jetzt was anfangen? Also, ich muss zugeben, ich habe auch ein bisschen Akku gerade getrunken. Aber ich denke, die Zusammenhänge, die kriegt man hin.
49:44
Ach so, das Feierabendbier war schon drin. Na gut, okay. Ja, ja. Dann nehmen wir das mal so. Ne, ich fand's schön. Henning, tu mir einen Gefallen. Guck bitte mal nach der Geschichte. Beim nächsten Mal möchte ich, dass du sie schon kennst.
49:56
Die ist nicht lang. Die hast du dir in drei Minuten durchgelesen. Das ist eine ganz kurze Story.
50:01
Also das werde ich mir erst mal merken. Ich muss erst mal alles verarbeiten und hoffe, dass es irgendwie keine Zeitverschwendung war.
50:07
Nein, machen wir nicht. Schönen Abend dir. Bis bald, Lenning. Mach's gut. Danke. Tschüss. So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz die Nummer zu mir ins Studio.
50:16
Und falls ihr die Geschichte nicht kennt, ich finde, das ist Pflichtlektüre. Das muss man gelesen haben. Und je älter ich werde und je öfter ich mir die Geschichte durchlese, es ist seltsam. Man betrachtet diese Story im Laufe seines Lebens immer ein Stückchen anders. Das ist faszinierend. Wen haben wir in der nächsten Leitung? Da haben wir mit der Enze von 97. Guten Abend, hallo. Ja, hallo. Ja, wer ist denn da?
50:42
Ja, hallo, hier ist der Ben. Schönen guten Abend. Wie heißen Sie?
50:46
Ich bin Daniel. Und du? Daniel, ich heiße Ben. Hallo, Ben. Ben aus welcher Ecke? Aus Hamburg. Ui, aus dem ganzen Norden hier. Sehr schön. Ich sitze hier in Mannheim im Studio. Schön, dass du anrufst, Ben.
51:00
Ja, gerne. Ich bin neu in dieser Sendung, Radiosendung. Also, woher redet man genau? Wie läuft das hier ab?
51:08
Also mal anrufen. Hat funktioniert. Jetzt bist du da. Und im besten Fall weiß man sogar schon, um was es geht in der Sendung, wenn man da schon länger zuhört. Du bist ja schon seit 20 Minuten in der Warteschleife. Ich glaube, du wusstest, um was es geht.
51:22
Ja, man redet über so Themen, einfach so random Themen, denke ich mal.
51:27
Ja, das machen wir immer montags in der offenen Runde. Heute gibt es ein festes Thema. Und das Thema lautet heute Abend, ist Freizeit heutzutage wertvoller als Geld? Und dazu rede ich gerade mit den Leuten, Ben. Wenn du möchtest, darfst du dazu gerne was sagen. Aber du kannst auch gerne einfach nur das, was du bisher gehört hast, vielleicht kommentieren. Das ist dir überlassen.
51:46
Also ich möchte gerne was darüber sagen, über die Freizeit. Also meine Erfahrung mit der Freizeit, wenn meine Arbeit fertig ist und alles, es ist in meinen Augen mehr sinnvoller als Geld, weil ich verdiene genügend Geld, um mein Lebensunterhalt zu haben und zur Seite zu legen. Aber Freizeit braucht man für die mentale und physische Gesundheit und auch einfach Sachen zu machen, die man möchte. Zum Beispiel...
52:13
Kampfsport machen möchte oder irgendwo hinreisen. Also das braucht man. Also Freizeit ist wichtig, aber wenn man nichts mehr zu tun hat, dann ist es nicht mehr gut. Dann wird man ein bisschen wahnsinnig. Was man da machen sollte, das ist halt so.
52:36
Ja, also ja, ich habe gerade, also was genau machst du denn, was veränderst du denn in deinem Leben?
52:45
Also was ich verändere zum Beispiel, ich sage mal so, plane mein, ja, nächstes Jahr zum Beispiel neu durch oder ich schaue mal, was ich optimieren kann und so oder was ich halt verbessern kann. Also ich nehme mal so ein Tagebuch mit, ja tatsächlich, also ein Ding, ich schreibe ein Tagebuch, Weil ich einfach über die Sachen schreibe, ist es nicht einfacher, als im Handy oder Macbook reinzutippen. Ist auch authentischer. Und da schreibe ich rein und weiß, okay, was kann ich diesmal verbessern?
53:16
Weil ich mag Sachen zu optimieren, zu verbessern. Und das mache ich so zum Beispiel. Und dann schaue ich nach, was ich irgendwie gesünder ernähren, bewegen, tun, machen kann. Ja, das ist so ungefähr...
53:31
ändere ich oder verbessere ich mein Leben, kann man ungefähr sagen.
53:35
Und wie schnell veränderst du dann tatsächlich auch das Ding? Also die eine Sache ist ja, erst mal zu merken, ich möchte etwas verändern. Dann schreibst du das in dein Tagebuch rein. Das kennt, glaube ich, jeder von uns. Wir merken irgendwie, ich will mal wieder ein bisschen mehr Sport machen oder ich will mich ein bisschen mehr bewegen oder ich will aufhören zu rauchen. Also irgendwas nehmen wir uns vor. Und es vergehen die Wochen, es vergehen die Monate und wir stellen fest, wir haben es immer noch nicht gemacht. Wie vermeidest du das?
54:00
Ja, das habe ich die letzten zwei Jahre gut verstanden.
54:06
was mich stört, schalte ich ab. Und es ist mir egal, was vorher passiert oder jemand mich anruft oder irgendwas. Und sage mir, die Sachen, die Nummer 1 bis 5, die wichtig sind, die mache ich auch. Die restlichen, die nicht so wichtig sind, wenn ich immer noch Zeit habe, dann mache ich die auch. Ich versuche sehr stark, sich daran zu halten, weil ich weiß, das ist mir wichtig. Wenn ich das so oft geschrieben habe, dann musst du mich auch daran mal kümmern. Die anderen Sachen können ja schließlich warten. Die laufen mir endlich weg.
54:33
Was sind die Top 5?
54:35
Die Top 5 sind zum Beispiel Weltreise und ich mache hier mein Studium für KI-Gesetze und so weiter und für die Einsetzung für KI und in Europa. Was damit zu tun hat, darüber schreibe ich E-Mails und ständig sende ich auch den Europäischen Kommissionen und versuche da neue Gesetze dafür zu entwerfen. Das ist mir wichtig, was ich mache.
55:09
Dann die anderen weiteren sind, ein Traumhaus zu bauen. Also die finanziellen Mittel zu schaffen, ein Haus zu bauen. Und dann kam Sport. Ich habe gerade Karate abgeschlossen mit dem schwarzen Gurt. Und jetzt versuche ich, Taekwondo und Aikido das auch eben zu machen. Und hoffentlich bald eine Frau zu finden. Ja, das ist so.
55:35
Ich glaube, fünf konnte man sagen.
55:38
Ich komme auf vier Sachen gerade.
55:42
Die fünfte wäre, da muss ich kurz mal nachdenken.
55:49
Es dürfen auch vier sein. Wir müssen jetzt keine fünfte voll machen. Muss nicht sein. So wie du willst.
55:54
Ja, aber da hatte ich noch eine fünfte. Das hatte ich ja vergessen. Ich wollte mir einen Bauernhof kaufen.
56:03
Und dann habe ich meine eigene Ernte, Gemüse, Tiere, alles, dann kann ich mich selbst versorgen. Also so gut es geht, Strom auch und so weiter, damit ich halt ein sicheres, stabiles Leben habe.
56:20
Und dann willst du aber viel, aber da musst du ja auch 24-7 dann dafür arbeiten.
56:26
Genau, richtig. Aber da will ich ein paar Leute einstellen. Dazu habe ich die finanziellen Möglichkeiten offen, dass ich ungefähr 15 Leute einstelle. Und das Bautuch kann man ja auch verkaufen. Eier, Gemüse, Fleisch, Korn und so weiter, Bier. So eine ganz kleine Bäuerei möchte ich gerne auch aufmachen und das kommt ja später. Das ist so meine, ja, die fünf Top-Sachen, die ich machen möchte.
56:50
Okay, also wenn Ben Zeit hat, Freizeit hat, dann sind das die fünf Dinge, auf die er versucht, seinen Fokus zu lenken. Weltreise, gut, geht nicht, kann ich heute vielleicht nicht machen, weil es ist...
57:04
Weiß nicht, mittags, ich habe jetzt drei Stunden frei, kann ich keine Weltreise machen. Bleibt schon mal. Gesetze entwerfen, Studium KI. Gut, ich könnte mich jetzt hinsetzen, könnte mir Gedanken dazu machen, dafür gehen schnell mal zwei, drei Stunden. Und ich mache etwas, was mir generell Spaß macht. Okay, check, können wir machen. Fürs Traumhaus Geld sparen.
57:22
würde ich jetzt auch eher sagen, das ist dann eher am Monatsende, was bleibt übrig, was kann ich zur Seite legen und Kampfsport lernen, da gucke ich in den Kalender und sage, stimmt, heute ist Training dran, kann ich verfolgen. Also sind mehr oder weniger die zwei Dinge, denen du deine Freizeit widmest, das Schreiben von vielleicht irgendwelchen Dingen, die jetzt die Gesetze belangt oder der Kampfsport, richtig? Oder sehe ich das falsch?
57:44
Naja, aus dem Vorgang mit Kampfsport habe ich leider nicht so viel Zeit. Darum will ich mehr Zeit investieren. Und wegen der KI ist es ja so, die KI ist ein gefährliches Lebewesen, sage ich mal so. Das kann man nicht als Lebewesen bezeichnen, aber es ist gefährlich für uns Menschen und auch für unsere...
58:03
soziales Unbevölkerung für die Menschheit eigentlich, auch wenn man so ein bisschen das mal X hochnimmt. Und da versuche ich, Gesetze zu entwerfen, sich insetzen und zu denken, okay, wie kann ich Gesetze so machen, dass es keinen Ausweg oder Loophole gibt, dass das auch zu 100 Prozent so funktioniert.
58:20
Ja, ja, die Frage war ja nicht, was du da gerade machst, sondern die Frage war, ob das deine Lieblingsbeschäftigung ist, wenn du gerade Freizeit hast.
58:30
Es ist nicht mehr Lieblingsbeschäftigung, es sind Beschäftigungen, die mir wichtig ist und die ich auch gerne machen will. Lieblingsbeschäftigungen sind was anderes eigentlich.
58:42
Ach so, genau das wollte ich ja wissen. Wie nutzt du deine Freizeit? Und ich dachte genau, dass das die fünf Sachen sind, die du am liebsten mit deiner Freizeit kombinierst.
58:53
Ach so, wenn sie das fragen, was ich nicht so in meiner Freizeit mache, weil sie Sachen, die ich auch sehr mag, jetzt essen sie ein paar andere eigentlich.
59:01
Aber da spielt doch der Kampfsport mit rein. Das ist doch Freizeitgestaltung.
59:09
Kommt drauf an. Ich arbeite von zu Hause meistens. Und manchmal habe ich mehr Zeit, manchmal habe ich weniger Zeit für Kampfsporttraining und Prüfungen. Ja. Ja.
59:28
Aber die Sachen, die ich am liebsten mache in meiner Freizeit, sind Wandern und... Halt dir mal fest, wir reden gleich drüber, Ben.
59:37
Schlafen kannst du woanders. Deine Story. Deine Nacht. Die Night Lounge.
59:42
Mit Daniel. Auf BGFM.
59:45
Rheinland-Pfalz. Baden-Württemberg. Hessen. NRW. Und im Saarland.
59:53
Schön, dass ihr da seid, die Night Lounge. Heute mit dem Titel Ist Freizeit heutzutage wertvoller als Geld? Gerade ist der Ben in der Leitung, der ist zum ersten Mal mit dabei, hat das jetzt wahrscheinlich gerade auch ein bisschen irritierend wahrgenommen. Immer zur vollen Stunde, Ben, gibt es eine ganz kleine Unterbrechung, aber du bist ja noch da. Und ich wollte von dir gerade zuletzt wissen, ja, was ist so das, womit du deine Freizeit verbringst? Und jetzt hast du gerade gemeint, naja, es sind doch ganz andere Dinge als die, die ich anfangs genannt habe. Also die fünf Dinge, die du vorhin genannt hast, die sind ja aber trotzdem wichtig für dich.
60:26
Also wie würdest du es unterscheiden? Würdest du sagen, das sind die fünf wichtigen Dinge für mich und das, was ich dir jetzt gleich nenne, sind die fünf Freizeitdinge? Oder wie kann man das unterscheiden?
60:37
Genau.
60:39
Ganz genau, wie Sie gerade gesagt haben, ganz genau ist das so.
60:41
Sag ruhig du, wir sind ja beim Durchbilder. Ich bin der Daniel. Gut. Also Wandern hast du gerade gesagt bei den Freizeitsachen. Du gehst gerne wandern.
60:53
Ich gehe sehr gerne wandern, also in Bergen oder in Weinen, also auf dem Wald, weil ich brauche die Ruhe und einfach die Naturnähe.
61:02
Wie oft machst du das in Hamburg? Habt ihr in Hamburg die Gelegenheit dazu? Oder sagst du, nee, das kommt bei mir zweimal im Jahr vor, das Wandern?
61:10
Nee, das Wandern, das passiert bei mir so jeden Monat zweimal in Baden-Württemberg im Schwarzwald. Wie, du fährst runter?
61:20
Wie kommt's? Super.
61:23
Hast du Family hier unten oder warum?
61:25
Nein, nein, ich habe meine Familie hier unten. Ich bin ja noch ein junger Mann, ich bin gerade aber 20 und alleine und darum habe ich ja eigene Zeit. Und auch, ja, ich gehe oder zum Baden-Württemberg, zum Schwarzwald, da mache ich meine Spazzugänge. Oder halt eben, ja, für ein Wochenende eigentlich.
61:45
Du bist 20?
61:48
Ja. Ben, ich hab dich, also das ist total fasziniert. Ich hätte dich jetzt viel, also was heißt viel, ich hätte dich jetzt schon so acht Jahre älter geschätzt.
61:58
Ach wirklich, Mensch. Ja, und zwar von deiner, ja, Redensart, von deiner Denkweise irgendwie.
62:09
Ach wirklich.
62:09
Hast du das Gefühl, wenn du mit 20-Jährigen redest, dass die auf deinem Level sind? Oder hast du das Gefühl manchmal, nee, ich glaube, ich bin da tatsächlich ein bisschen...
62:20
Also tatsächlich ist es so, ich habe mit meinen Eltern ganz klein oder so Kinder mit Erwachsenen verheißen. Ich hatte nicht Probleme mit Erwachsenen zu reden und ich war immer mit denen beschäftigt, die wissen mehr, die haben mehr Lebenserfahrung, die reden gerne viel. Und darum lerne ich von denen viel und so. Ich habe nicht immer mit Gleichalträgen so viel zusammen Kontakt gehabt und so. Und auch wenn ich mit Menschen rede in meinem Alter, dann bin ich so ein paar Stufen voraus von dem.
62:50
Da fühle ich mich so nicht ganz geeignet mit Leuten, die fünf bis zehn Jahre älter sind. Da fühle ich mich schon so wohl, tatsächlich, ja.
62:58
Das ist interessant. Ich finde, das hört man dir ein bisschen auch an. Ja. Und solange du dich selbst damit auch wohlfühlst und nicht irgendwie sagst, ich fühle mich jetzt schon wie 40, ist ja alles gut. Solange ist alles gut. Ben, hat mich sehr gefreut, dass du mal anrufst. Vielleicht hören wir uns ja irgendwann wieder.
63:14
Ja, natürlich. Vielen Dank, Daniel.
63:15
Dir einen schönen Abend. Bis bald. Mach's gut. Ciao. Dir auch. Danke, danke. Tschüss. Anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz. Thema heute Abend ist Freizeit heutzutage wertvoller als Geld.
63:27
Klickt euch auch gerne rein auf Insta, auf Facebook unter Night Lounge und in unseren WhatsApp-Kanal. Den findet ihr auch unter Night Lounge und sollte er nicht auffindbar sein. Den Link dazu ganz einfach über die Instagram-Seite Night Lounge. Da habe ich in den Storys das extra angepinnt. Es nervt mich ehrlich gesagt, dass das so kompliziert ist, diesen WhatsApp-Kanal zu finden.
63:46
Aber gut, immerhin sind ein paar Leute drin und die haben auch schon fleißig abgestimmt. Das Ergebnis schauen wir uns dann so in 15 Minuten an. Jetzt geht es in die nächste Leitung. Wen haben wir dran? Jemand ruft an mit der 45. Hallo, wer da woher? Ja, hallo. Hallo.
63:58
Wer ist denn da? Ja, hi, ich bin Steffi aus Stuttgart.
64:07
Wir hatten auch schon ein paar miteinander gesprochen. Du bist aber nicht mehr hier drin. Hast du jetzt länger nicht angerufen oder warum hat dich das System rausgekickt?
64:15
Äh, nee, tatsächlich war das eigentlich zeitlich bedingt immer so eine Sache, kurz vorm Feierabend auf dem Heimweg und entweder hat es geklappt oder halt nicht. Und wenn es nicht so war, dann war es auch nicht schlimm.
64:29
Wann hast du das letzte Mal angerufen, weißt du das noch?
64:32
Ah, so vor drei, vier Wochen maximal.
64:37
Ich versuche immer noch das Mysterium rauszufinden, warum manche Leute angezeigt werden und manche nicht. Ich weiß es nicht. Ich habe die Techniker gefragt, die haben auch gemeint, sie wissen es nicht. Also ich weiß bis immer noch nicht so richtig, warum manche Leute drin sind.
64:49
Ganz skurril. Also meistens, wenn ich dann auf dem Rheinweg bin und merke, okay, es ist so ein Freizeichen und dann höre ich mich gleich die gleiche Unterhaltung im Radio vom Auto her wie im Handy, weiß ich, okay. Da könnten gute Chancen sein und dann bleibe ich natürlich auch dran.
65:11
Also für alle, die das allererste Mal bei mir anrufen, wenn es nur klingelt, dann seid ihr nicht durchgekommen. Wenn ihr aber plötzlich das Radioprogramm hört, dann seid ihr in der Warteschleife. Ihr hört dann keine Musik, ihr hört dann das Live-Programm und dann hat es funktioniert. In allen anderen Fällen hat es nicht funktioniert. Das heißt, wenn eine Wiederholung läuft, würdet ihr niemals durchgestellt werden. Ihr würdet niemals in diese Warteschleife Warteschleife kommen. Nur so als Info für euch. So Steffi, freue mich, dass du da bist. Heute auf jeden Fall hast du mitbekommen, Thema Freizeit wertvoller als Geld. Ich gucke mal, was wir heute in der ersten Stunde so gehört haben.
65:43
Wir haben zum Beispiel den Marvin gehört, der gesagt hat, jetzt will er erstmal arbeiten. Er will für später Also er will jetzt viel Freizeit aufgeben, um Geld zu verdienen, um später mehr Freizeit zu haben. Das ist sein Plan. Natale hat gesagt, er ist jetzt 37 und merkt jetzt irgendwie, boah, jetzt wird es langsam, jetzt muss ich ein bisschen mich spurten, damit das alles, die Partnerin ist schon da, aber jetzt soll noch das Haus kommen und die Kinder sollen kommen und so weiter. Und irgendwie sagt er so, ich warte auf den richtigen Zeitpunkt.
66:14
dass alles mal ein bisschen entspannter ist.
66:18
Genau, dann haben wir Sascha gehört irgendwie. Und dann haben wir jetzt auch Marie gehört. Viel Freizeit kann dazu verleiten, dass man sie nicht sinnvoll nutzt. Das war ihr prägender Satz. Wie sieht es bei dir aus? Was denkst du über Freizeit und Geld?
66:32
Ich bin halt definitiv der Meinung, es kommt immer darauf an, wie man die Freizeit gestaltet. Ob man sie sinnvoll in Dinge investiert, in Form von Kulturerleitung, als Mama Zeit mit den Kindern verbringen, Ausflüge leben, in den Zug gehen oder Experimente in Angriff nehmen, die man so vielleicht nicht gemacht hätte, wo aber wieder fortlaufend sind, natürlich mit dem nötigen Kleingeld, weil sonst könnte man ja gewisse Dinge auch nicht miterleben.
67:07
Deswegen finde ich schon, dass sich gewisse Dinge, Freizeit, Aktivitäten, sage ich mal, auf die kann man verzichten, wenn man weiß, da kommt was Besseres bei raus. Wenn man eine sinnvolle Initiative fürs Verzichten vor Augen hält. So bei mir zum Beispiel.
67:33
Weißt du, was mir in dieser ersten Stunde auf jeden Fall extrem deutlich geworden ist? Und ich glaube, noch nie war mir das so deutlich, wie jetzt durch diese Gespräche mit dem Hören vorher, dass ich sehr viel Geld ausgebe für Dinge, die ich meine, zu brauchen. Beispiel wäre eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Es sind nur 20 Euro, aber es sind 20 Euro. Dann der Handyvertrag.
68:02
ein bisschen mehr als 20 Euro. Und das gibt's, heutzutage gibt's sowas aber auch schon, gibt's auch schon Flatrates für 10 Euro, weißt du, aber bist halt bei einem anderen Anbieter mit einem schlechteren Netz.
68:12
Wenn man an den Punkt kommt, wo man wirklich dann über sich, über, sag ich mal, jeden Euro dann zweimal umschlägt, tut man natürlich sich da irgendwo oder sollte man vernünftigerweise, sag ich mal, da ein Sparprogramm eben aufsetzen in Bezug auf Die freizeittechnischen Aktivitäten, also für mich ist zum Beispiel ein mega zufriedenstellendes Ergebnis, wenn ich weiß, ich gehe dreimal arbeiten, aber dafür habe ich dann in drei Wochen mit meinen Kindern ein super Wochenende und verbringe mit denen von Freitag bis Sonntag eine tolle Zeit, die uns in Erinnerung bleibt.
68:55
Ja, genau das meine ich ja gerade. Da kommt ja ein bisschen was zusammen, darauf wollte ich ja hinaus. Und man meint dann, dass man, um diesen Status, diesen Stand aufrecht zu erhalten, arbeitet man dann einfach viel. Und dann habe ich mir gerade gedacht, wenn ich das jetzt alles wegmachen würde, wegreduzieren würde und einfach eine günstige oder vielleicht sogar kostenlose Alternative mir suchen würde, dann würde ich doch viel weniger Stress haben.
69:23
Das ist halt wieder auch, was für eine Situation oder Position man sieht, ob man wirklich einfach nur zum Schein für die Außenwelt irgendwie so sein Leben irgendwo repräsentiert oder auch wirklich mit wenig gut auskommt. Ja, natürlich.
69:52
eine Mikrowelle. Habe aber andere Wege gefunden, das Essen warm zu machen und es war keine Umstände für mich. Es war mir einfach nicht wert, das Geld in eine Mikrowelle zu investieren.
70:03
Und das, obwohl die heute ja sehr, sehr günstig sind. Die kriegst du ja hinterhergeschmissen.
70:07
So sieht es aus, genau. Aber das sind so Abstriche, wo ich mir denke, kann man anderweitig überbrücken. Also man muss auch mit wenig im Leben irgendwie klarkommen. Und ich finde eben, diese heutige Zeit ist einfach so eine Vereinfachung in allem.
70:24
In allem. Willst du ein Mittagessen, brauchst du heutzutage nur noch heißes Wasser, gießt du drüber und dann hast du dein Mittagessen.
70:31
Ja, aber lecker ist das nicht, Steffi, sind wir doch mal ehrlich.
70:34
Natürlich nein, aber prinzipiell wäre eine Mahlzeit, das wäre vor 40, 50 Jahren nicht denkbar gewesen, sowas.
70:44
Das war einfach diese Schwärmung. Natürlich, klar, Bundeswehr ist und alles drumherum. Aber das waren ja immer nur so Ausnahmezustände. Aber ich muss wirklich reflektierend so, was man dann alles so drumherum mitbekommt, dass dann halt doch das nicht nur in Reserve-Momenten genutzt wird, sondern doch solche Schnellgerichte oder Dosengerichte halt einfach den Alltag gestalten werden.
71:13
Also ich, ja, also das, woran mich das jetzt gerade erinnert, ist einfach so ein bisschen auch ein Stück weit... Steffi? Oh Gott, Steffi ist weg. Steffi, ruf zurück. Ich hab dich jetzt gerade... Warte mal, hab ich dich auf dem... Nein, ich hab dich gerade nicht auf dem Bildschirm. Ich kann dich gerade nicht anklicken. Du musst nochmal anrufen. Drück bitte nochmal auf Wahlwiederholung.
71:36
Die Nummer zu mir ins Studio. Und wenn die anderen dich jetzt nicht ärgern, dann kommst du auch durch. Eine Leitung ist nämlich gerade frei. Und ihr könnt natürlich auch gerne anrufen. Wir haben noch eine Dreiviertelstunde Zeit, um heute über das Thema zu sprechen. Ist Freizeit wertvoller heutzutage als Geld? So, sie ruft nicht zurück. Und ich muss mal gerade gucken, ob ich sie irgendwie noch zurückbekomme.
72:01
Das könnte eventuell Ihre Nummer sein. Ansonsten rufe ich jetzt gerade irgendwo an. Schauen wir mal, ob es klappt. Ich hoffe, es ist die richtige Nummer. Es klingelt nur.
72:15
Es geht nicht dran. Hallo? Doch, was war los, Steffi?
72:18
Ah, super. Perfekt. Du, ich habe keine Ahnung. Ich glaube, ich bin mit irgendwas dran gekommen.
72:24
Du hast aber auch nicht mehr zurückgerufen, ne?
72:27
Hab gleich im Moment versucht, aber dann hat es wieder Wahlwiederholung wiederholt und bitte warten und dann kam schon euer Anruf rein.
72:35
Steffi, zwei Sachen, die ich noch kurz besprechen möchte, bevor ich weitergehe. Die interessieren mich und da überspringe ich jetzt die Frage, die ich ursprünglich stellen wollte. Zwei Sachen. Einmal hast du gesagt, Freizeit kann man nutzen, um Kultur zu erlernen. Was meinst du damit?
72:52
Ich finde es auf jeden Fall, also im heutigen Geschehen ist einfach auch, sage ich mal, Deutschland an sich, da bietet es sehr viel an, ob es jetzt irgendwelche naturwissenschaftliche Experimente sind, die man für wenig Geld auch teilhaben darf, um da einfach, sage ich mal, ein bisschen mitreden zu können, ob das jetzt irgendwelche Wissenschaftspunkte oder irgendwie so in der Richtung irgendwelche... Ich kann gerade nichts damit anfangen.
73:24
Ich weiß, ich habe das Gefühl, du redest gerade Japanisch. Ich verstehe wirklich überhaupt nicht, wovon du gerade sprichst. Mir ging es jetzt gerade nur, weil das andere war Experimente in Angriff nehmen. Einmal hast du gesagt, Kultur erlernen und einmal... Für mich sind das zwei Paar Schuhe. Wenn du jetzt sagst, nee, das ist ein und dasselbe, okay, dann packen wir es zusammen.
73:41
Kultur erlernen, die tust du ja auch schon, wenn du dich in einen Mittagstischkaffee setzt in eine Stadt teil, wo es angeboten wird für zum Beispiel alleinerziehende Mamas. Da sind ja dann ganz viele Kulturen aufeinanderstoßen und da ist es für mich zum Beispiel sehr interessant gewesen, viele Dinge aus anderen Kulturen kennenzulernen, um erstmal festzustellen, so schlecht geht es mir eigentlich gar nicht. Also so in diesem Sinne.
74:12
Weil aus verschiedenen, ob das jetzt schon ein bisschen strengere Hintergründe hintendran als, wie sage ich mal, bei uns normales, wo schon selbst denken, ach, die Welt ist ja schon blöd und man hat wenig Freizeit, man hat nicht viel Geld dafür und wie will man das alles immer so strugglen irgendwie.
74:41
Doch viel Sehen, viel erleben und viel Zeit haben, das passt ja eigentlich nicht in den Hut. Entweder hat man wenig Zeit, weil man viel arbeitet, um viel Geld zu haben, damit man sich das verwirklicht. Das ist eine Teufelsspirale, aber eben damit sage ich ja, man kann wirklich, wenn man gewisse Perspektiven in Ausschau nimmt, ob das jetzt Experimente sind, ob das Naturwissenschaftsprojekte sind, für wenig Geld trotzdem sehr viel von der Welt lernen.
75:14
Ja, man muss immer, man sollte immer offen sein, neugierig sein.
75:19
Und vor allem auch nicht immer beklagen, dass es nicht gibt, weil wenn man nach nichts Ausschau hält, dann fällt einem halt einfach auch nichts in den Schoß.
75:30
Und jetzt vielleicht doch nochmal ganz kurz, dieses Experimente in Angriff nehmen, was wäre das? Wie könnte ich in meiner Freizeit Experimente in Angriff nehmen?
75:39
Da gibt es verschiedene Angebote, ob das jetzt von irgendwelchen Gemeinden sind, was die für Projekte, also sehr viele Fachhochschulen zum Beispiel.
75:49
stellen so viele, also das war mir selbst, bis ich mit dem Thema nicht konfrontiert worden bin, gar nicht bis dato so klar, dass wirklich so viele tolle Projekte eigentlich vorgestellt werden, von denen man eigentlich gar keine Ahnung hat.
76:06
Ich kann mir auch gerade nichts darunter vorstellen, du sagst ja auch so pauschal Projekte, Projekte, aber was heißt das?
76:13
Zum Beispiel die KI näher erklären, näher darbieten oder den Menschen näher erklären. Da haben sie verschiedene Stationen gemacht, wo dann halt einfach so Simulationstechniken nachgeführt worden sind. Und das ist ja wirklich kostenfrei. Das wurden von Schulen, von Studiengängen oder... Also Weiterbildung. Weiterbildung. Genau.
76:34
Kostenlose Weiterbildung.
76:37
So sieht es aus. Und damit beschäftigen sich meiner Meinung nach die Jammernden viel zu wenig, weil sonst würden sie dann zu viel jammern.
76:46
Davon gibt es all mass.
76:49
Ja, wirklich. Ich interessiere mich gerade unglaublich für viele Geschichte und Kultur. Daraus habe ich ja auch immer kein Geheimnis gemacht. Aktuell zum Beispiel, ich weiß nicht warum, ich bin da irgendwie zufällig dran gestoßen. Islamische Philosophie und Mystik finde ich mega spannend. Lest mich da gerade voll rein. Und vielen, denen ich das erzähle, die sagen, die hören nur islamisch und flüchten quasi schon und denken mir so, ey Leute, nehmt euch mal die Zeit, schaut euch mal an, was es da alles gibt. Weißt du, naja.
77:21
Allein schon die Tatsache, dass es eine andere Ansicht an diese ganze Sache gibt, die Leute eigentlich das Interesse immer einwecken, weil das zeigt uns ja eigentlich schon, dass es nicht immer nur geradeaus geht. Also...
77:36
Und vor allem sollte man auch ein bisschen mehr hinterfragen, wie jetzt zum Beispiel, das interessiert dich aber jetzt, Urgesteine zum Beispiel, wie viele verschiedene auch Heilsteine es gibt. Das habe ich auch auf diesem Weg erst erfahren und bin wirklich dankbar darüber, diese Kenntnis mit auf meinen Weg mitnehmen zu können, weil das ist auch wieder ein eine Information oder eine Weiterbildung in mein Leben, die ich so in den Schoß auch nicht geschmissen bekommen habe, sondern einfach aufgrund von Freizeit ich dann sinnvoll nachgefragt habe und es dann halt in diesem Form irgendwo verwendet habe.
78:22
Okay. Ja, vielen Dank, Steffi. Danke, dass du dir nochmal die Zeit genommen hast und dir einen schönen Abend und alles Liebe und Gute dir.
78:31
Dankeschön, gleichfalls. Bis dann, tschüss.
78:35
So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz die Nummer zu mir ins Studio.
78:41
Ja, wie sieht es aus? Nach einer Stunde, 20 Minuten ist Freizeit heute wertvoller als Geld. Zu welchem Schluss kommt ihr persönlich? Greift zum Telefon. Wir haben noch ein bisschen Zeit, um heute über das Thema zu reden. Jetzt werfen wir erstmal einen kurzen Blick ins Internet. Auch da möchte ich ganz gerne wissen, was haben die Leute da so geantwortet? Und während hier die Ergebnisse noch laden, könnt ihr gerne auch natürlich die Gunst nutzen, um ans Telefon zu gehen. Eine Leitung haben wir aktuell gerade noch frei. So, ich lese mal gerade ein paar Mails vor, während die Zahlen hier geladen werden.
79:14
Wo haben wir sie denn? Da haben wir sie. Ja, da sind sie gut. So, heute gehen sie zum Glück wieder. Eine Nachricht habe ich bekommen von Lena. Und die schreibt, ich bin 31 Jahre alt, komme aus Mannheim, arbeite als Grafikdesignerin. Vor einem Jahr habe ich meine Stelle von Vollzeit auf vier Tage reduziert. Natürlich fehlt mir aktuell das Geld. Ich überlege zum Beispiel beim Einkaufen viel mehr.
79:39
Große Reisen sind vielleicht auch nicht selbstverständlich, aber ich habe das Gefühl, ich bin bei mir selbst einfach ein bisschen besser angekommen. Mein freier Tag ist kein Luxusurlaub. Ich erledige Dinge, gehe mit dem Hund raus, treffe meine Mama, um die ich mich auch kümmern muss und sitze einfach...
79:55
Manchmal bei einer Tasse Kaffee in der Sonne und genieße einfach nur das Wetter. Und das ist schön, schreibt sie. Früher war mein Wochenende nur dafür da, mich von der Woche zu erholen. Heute habe ich Zeit zum Leben. Darauf möchte ich nicht mehr verzichten. Danke dir für die Nachricht. Murat hat uns geschrieben.
80:18
Klar wäre es schön, weniger zu arbeiten, Daniel, und mehr Zeit für meine zwei Kinder zu haben, aber bei uns ist das keine echte Wahl. Alles teuer, Miete, Lebensmittel, Versicherungen, alles kostet mehr Geld als früher, auch die Vereinsbeiträge für die Kids. Meine Frau arbeitet ebenfalls, aber mit Teilzeit würden wir am Monatsende kaum klarkommen. Ich finde es manchmal einfach nur frustrierend, wenn Leute sagen, man müsse nur mutiger sein und seine Prioritäten ändern. Für manche ist mehr Freizeit eine bewusste Entscheidung.
80:48
Für andere ein Wunsch, den sie sich gerade einfach nicht leisten können. Trotzdem versuche ich, die freien Stunden bewusst mit meiner Familie zu verbringen. Und wir hören auch immer deine Sendung. Liebe Grüße, Murat. Danke dir. Bedeutet mir auch sehr viel. So, Johanna hat geschrieben. Was schreibt sie denn? Wo kommt sie her? Liebe Grüße, Johanna. Sie schreibt nicht da. Gut, schreibt sie nicht. Müsst ihr ja auch nicht dazu schreiben. Auf jeden Fall schreibt sie. Hallo Daniel, ich habe das...
81:15
ich habe es geschafft und leite inzwischen ein team in meinem unternehmen finanziell geht es mir gerade richtig gut aber mein kalender ist voll ich weiß überhaupt nicht wann ich mal auch nur einen tag oder einen halben tag zeit habe um mit freunden was zu machen vor kurzem sagte meine tochter zu mir mama du bist zwar da aber irgendwie bist du auch nicht richtig da und das hat mich irgendwie extrem getroffen ich denke nicht nämlich inzwischen darüber nach, die Führungsposition wieder abzugeben oder zumindest meine Stunden zu reduzieren.
81:46
Früher hätte ich das als Rückschritt gesehen, heute weiß ich aber auch, was bringt mir eine tolle Karriere, wenn die wichtigsten Menschen in meinem Leben, und das ist auf jeden Fall meine Tochter, nur meine erschöpfte Version erleben. Liebe Grüße, Johanna. Sehr gut geschrieben, muss ich sagen. Tolle Nachricht. So, jetzt haben wir noch ein paar Umfragen gemacht. Auch die gucken wir uns mal an. Die Prozente sind ausgewertet. Sehr gut. Fangen wir an mit Frage Nummer 1. Wenn du wählen müsstest, was wäre dir wichtiger? Ein höheres Gehalt bei weniger Freizeit?
82:19
Oder weniger Gehalt bei deutlich mehr Freizeit. Hier kommt das Ergebnis. Höheres Gehalt, weniger Freizeit. 26% entscheiden sich dafür. Weniger Gehalt, deutlich mehr Freizeit, sagen 74%. Herr Bundeskanzler, ich hoffe, Sie haben das gehört. So, zweite Frage. Warum arbeiten Menschen deiner Meinung nach oft mehr, als es ihnen gut tut? Hier kommt die Antwort.
82:48
Weil sie das Geld dringend brauchen, sagen 58%. Wegen Karriere- und Leistungsdruck, sagen 38%. Weil sie Angst haben, beruflich den Anschluss zu verlieren, sagen 4%. Und weil Arbeit ihnen Sinn und Struktur gibt, das sagen 0%. Hat keiner von euch angeklickt. Und die letzte Frage. Ist Freizeit heute ein Luxus?
83:15
Und hier kommt das Ergebnis. Ja, eindeutig, sagen 30% von euch. Für viele Menschen leider schon, sagen 52%. Und nein, man muss sich Freizeit einfach nur konsequent nehmen, das sagen 19% von euch. Interessantes Ergebnis. Vielen Dank an all die mitgemacht haben online und auch für die Mails. Die, die ich noch nicht gelesen habe, lese ich mir später durch. Und wir gehen jetzt erstmal in die nächste Leitung.
83:43
So, wen haben wir denn da? Muss man gerade gucken. Am längsten wartet, da wartet der Anrufer mit dem Namen Lorenz aus Siegburg. Lorenz, grüß dich. Lorenz ist nicht da. Dann gehen wir weiter. Wen haben wir dran mit der 2.1? Hallo.
84:00
Hallo, guten Tag.
84:00
Ja, wer ist da? Hallo.
84:03
Hier ist die Anna. Ich wusste auch nicht, wie das geht.
84:07
Anna, wo bist du her? Aus welcher Ecke rufst du an?
84:10
Ich bin in Wissenburg.
84:12
Wissenburg, das sagt mir was. Wo ist das nochmal?
84:16
An der Frankreich-Deutschland-Grenze.
84:19
Ich wusste, ich bin da schon mal dran vorbeigefahren. Schön, hallo Anna. Haben wir schon mal telefoniert?
84:25
Nein, noch nie. Das erste Mal.
84:27
Sehr gut. Freue mich. Thema heute hast du mitbekommen. Freizeit. Ist Freizeit heutzutage wertvoller als Geld? Wie siehst du das?
84:41
Ich bin selbstständig und dadurch, dass ich selbstständig bin, aber die Arbeit, die ich mache, ich mache es sehr gerne. Es ist für mich wie Freizeit. Womit du dich selbstständig gemacht hast? Ich habe eigene Kaffee Rösterei in Neustadt an der Weinstraße.
84:58
Oh, das klingt gut. Wann hast du damit angefangen? Ist Kaffee deine große Leidenschaft oder bist du ganz zufällig zum Kaffee gekommen?
85:09
Absolut. Also ich bin schon als kleines Kind, weil ich Kaffee verrückt, ich habe unterm Tisch noch reingepasst, habe ich dann Mockertassen geklaut vom Tisch und habe ich den Kaffeesatz weggegessen. Und ja, also mit zehn Jahren habe ich angefangen, Kaffee zu rösten für uns, für das Zuhause, für die Familie. Aber dann irgendwie mit 20, als ich nach Deutschland kam, aus Armenien, sind wir ausgewandert.
85:36
Und dann habe ich hier einfach keinen guten Kaffee mehr gefunden, was ich da trinken wollte, konnte. Ja, ich habe vielmals mit Magenbeschwerden und so weiter. Das war alles eine lange Qual. Aber nach langer, langer, langer Suche habe ich bemerkt, okay, wenn keiner so einen Kaffee herstellt, wie du es willst, musst du selber tun. Und dann habe ich, ja, also mit... Wie alt war ich da jetzt...
86:04
31 habe ich mich beworben in eine kleine Kaffeerösterei. Da habe ich auch noch einiges gelernt und gesehen, was passiert mit Kaffee, warum vertrage ich sie nicht. Und dann mit 37 habe ich angefangen, meine eigene Kaffeerösterei habe ich gegründet und habe alles so gemacht, wie ich es haben will.
86:23
Wo kriegst du deine Bohnen her? Bitte? Wo beziehst du deine Bohnen her?
86:31
Also für meine Bohnen, ich beanspruche auch die Rohkaffeehändler in Hamburg, Mannheim, Freiburg. Es sind verschiedene Händler, die auch durch die kooperativen und Direkthandel auch mir die beste Bohnen ermöglichen zu kaufen. Weil die Zeit zum Beispiel, es ist ja wiederum Zeit, ist die Frage halt, hätte ich gerne es gemacht, aber die Zeit hat man dann nicht mehr.
86:59
Wenn man selbst hier ein Ladengeschäft, Seminare und Onlineshop und Buchhaltung alles mal selbst machen muss. Ich finde ja keine Mitarbeiter. Also das muss ich noch dazu sagen. Ich bin fast alleine. Ich habe in einer Aushilfskraft. Zusammen mache ich meine Kaffeerösterei seit neun Jahren.
87:21
Ja, und da nimmt es natürlich sehr, sehr viel in Anspruch von meiner Zeit, die ich aber sehr gerne investiere. Aber trotzdem spüre ich, ja, ein bisschen mehr Freizeit hätte ich auch gerne für sportliche Aktivitäten, weil ich war früher dreimal die Woche beim Sport und dann viel gelaufen, schwimmen und also war ich sehr, sehr aktiv. Da wäge ich ja noch 54 Kilo und jetzt aktuell wiege ich 75 Kilo.
87:55
Das ist der Preis, den ich zahle.
87:57
Das sind die Wohlstandskilos, die sind okay, die gehören dazu. Aber was mich interessieren würde, also du sagst ja Freizeit, ich bin selbstständig, also du machst ja auch etwas, was du ja auch privat als Leidenschaft, also es ist ja nicht nur ein Beruf, es ist ja eine richtige Berufung bei dir.
88:15
Du liebst ja auch das, was du machst. Du sagst ja auch von klein auf, als Kind hast du da schon am Kaffee geschnüffelt und sagst, ich habe es geliebt. Und mir war das so wichtig, dann auch das Rösten zu verstehen, die Bohne zu verstehen. Und ja, ich finde das schon irgendwo spannend. Und ich frage mich aber gerade auch, wie schwer man es eigentlich hat. Ist das ein hart umkämpfter Bereich, wo man sagt, man kommt gerade so über die Runden? Oder sagst du nein? Also wenn man sich da ein Klientel aufgebaut hat, dann kann man da sehr gut von leben.
88:49
Also ich stelle mir das irgendwie voll schwer vor, davon zu leben.
88:53
Also die harteste Nummer ist es, wenn Rohkaffee auf eine Palette kommt, das sind 80 Kilo, schleppen und runterziehen, das Ganze sortieren, Bio in eine Ecke, die Kondition in eine andere Ecke, das muss alles halt von mir gemacht werden. Und das ist einer der harten Bereich von meinem Job und ich möchte ja jeden Kunden, der zu mir kommt, Ihnen erklären die Vorteile von dieser Art von Kaffee, die ich herstelle, die gesundheitlichen Vorteile, die ich auch dann im Mittelpunkt stelle.
89:35
Viele hören sich an, aber nutzen es doch nicht. Das tut auch weh, so ein bisschen anzuschauen und zu beobachten, wie viel schlechter Kaffee die Menschen trinken. Und das ist halt eben krebserregend. Das tut meiner Seele weh, weil ich auch dann eine sehr, sehr gute Freundin verloren habe durch Krebs.
89:59
Das nimmt dich mit, ne? Lass die Zeit an, alles gut. Das ist nicht einfach. Ist das jetzt vor kurzem erst passiert oder wann hast du sie verloren?
90:16
Das war von meiner Selbstständigkeit. Das ist schon neun Jahre her.
90:25
Wir müssen da jetzt nicht weiter darüber sprechen. Du entscheidest selbst, worüber du reden möchtest.
90:32
Ja, umso mehr weiß ich, wie wichtig es ist, gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen. Und dass das Geld manchmal hilfreich ist, aber nicht immer hilft, wirklich das Wichtigste zu bewahren.
90:51
Das verstehe ich, ja.
90:57
Da sprichst du was Wichtiges an, dass wir heutzutage manchmal auch am falschen Ende sparen, gerade wenn es um Lebensmittel geht. Dass wir da teilweise auch so in uns stopfen, muss man ja wirklich sagen, und was überhaupt nicht gesund ist. Und wir machen uns keine Gedanken, weil wir sagen, naja, Hauptsache es macht satt. Aber die langfristigen Folgen davon können verheerend sein.
91:22
Ja, ich bin der Meinung, dass man, wenn man verdient, sollte man dazu gewinnen. Dazu gehört natürlich auch Zeitmanagement, alles in Balance zu bringen und vor allem das Geld, was man verdient hat, nicht in eine goldene Felge, sag ich mal jetzt krass einfach gesagt, in die Felge zu investieren, in Designercouch zu investieren, sondern in sich investieren, in eigene Gesundheit und eigene Familie.
91:51
Der Umkreis, wo man wohnt. Ich meine, das sind kleine Tropfen Öl im Wasser. Es verbreitet sich. Tu was Gutes für dich. Dann schauen deine Kinder an und dann merken die, hey, du hast was Gutes gemacht. Und die übernehmen genau das Gleiche. Und die werden auch eigene Freunde versuchen, auch dann was Gutes weiterzugeben. Und deswegen ist es auch sehr, sehr wichtig, die Zeit wirklich zu nutzen für was Gutes.
92:20
Ich habe meinen Beruf aufgegeben und als Klavierlehrerin habe ich meine Unterrichte alle unterbrochen, weil ich einfach mehr gesunde Lebensmittel herstellen wollte.
92:35
damit auch Menschen dabei helfen wollen, dass sie einfach gesünderen Kaffee die Chance haben, es zu bekommen. Weil ich selektiere alles per Hand. Das heißt, alle Schimmelbohnen, die ich in Bio-Qualitäten finde, obwohl ich auch sehr hochpreisig einkaufe, trotzdem hast du Schimmelbohnen in Bio-Kaffees. Und viele denken halt, wenn ich bio und fehlgehandelte Bohnen trinke, das ist schon gut genug. Ist es leider nicht.
93:03
Das sind im Markt meiste Bohnen einfach Schimmel kontaminiert, Acrylamid kontaminiert. Und diese ganze Säure für die schnellere Röstprozesse ist nicht abgebaut. Das übersetzt den Körper Belastungen wie im Magen- und Darmtrakt. Das ist alles, was Menschen so negativ beeinflusst. Ich habe meine Zeit integriert, um vielen dabei zu helfen.
93:29
Es ist einfach ein guter Ort zu finden und es ist es wert, jede Minute. Ja, Geld ist nicht immer alles, aber Geld ermöglicht auch Menschen glücklich zu sein. Also die Balance irgendwo muss man halten.
93:47
Schön, mit welcher Leidenschaft du deiner Selbstständigkeit, deinem Job nachgehst. Und vielen Dank, dass wir einen Teil davon hören durften.
93:58
Sehr gerne. Immer gerne. Ich gebe auch Live-Seminare.
94:06
Eine Frage muss ich dir jetzt noch stellen. Auch wenn du da jetzt vielleicht nicht, vielleicht willst du da auch gar nichts zu sagen, aber es würde mich einfach mal interessieren.
94:14
Ich weiß, dein Kaffee, da würde ich auch niemals mit dir verhandeln, wenn es darum geht, bei dir frischen Kaffee zu kaufen. Aber weißt du, warum aktuell der Kaffeepreis so gestiegen ist? Weißt du das zufällig? Weil ich habe normalerweise immer von meiner Marke, die ich da schon seit Jahren, da hat immer so... Ja, so ein Kilo hat immer so um die 15 Euro gekostet, aber im Angebot war meistens für 10 Euro und jetzt sind die teilweise doppelt so teuer. Woran liegt das? Also gibt es gerade Tendenzen, warum der Kaffee gerade so teuer ist?
94:47
Also Kaffee hat sich in den letzten zehn Jahren um die 300 Prozent gestiegen, Rohkaffeepreise. Und wenn man so schaut, okay, was ist der Grund? Einer der Gründe ist natürlich Klimawandel. Es ist definitiv auch dann mit im Spiel. Dann zweitens die Regelungen durch die Regenwelt oder Naturschutzgebiete. Die haben quasi Regelungen rausgebracht, dass die Kaffee bauen, wenn die Zum Beispiel ab dem 2001, wenn die da die Naturgebiete angegriffen haben von diesen Bereichen, wollen die gar kein Kaffee mehr einkaufen.
95:28
Und dann schrumpft natürlich die wirkliche Verkaufsmenge, was die verkaufen dürfen. Zusätzlich dazu kommt Wassermangel.
95:40
Das heißt auch Bewässerungsanlagen, zum Beispiel eine der größten Exporteure ist ja in Brasilien und die haben enorme Schwierigkeiten, mit Wasserbewässerungsanlagen zu investieren.
95:52
Also das habe ich auch schon live mit meinem Auge bemerkt, wie die Jahr für Jahr die Bioqualitäten aus Brasilien, die Bohnen, die immer wieder geschrumpft sind. Das heißt, ohne Wasser bekommen die keine Ernte, ist ja klare Sache.
96:09
Ja.
96:12
Okay, dann haben wir mindestens so ein bisschen was mit Hintergrundwissen noch bekommen. Vielen Dank. Anna, dir einen schönen Abend. Bis bald.
96:19
Ja, danke schön. Alles Gute dir.
96:21
Tschüss. So, anrufen dürft ihr auch vom Handy und vom Festnetz die Nummer zu mir ins Studio.
96:27
Ja, und ich muss zugeben, die Antwort kannte ich schon, bevor ich Anna gefragt habe. Aber sie sagt, da spricht wichtige Punkte an. Ja, das ist tatsächlich der Grund, warum der Kaffeepreis gerade in den letzten zwölf Monaten auch so gestiegen ist. Die Ernteausfälle, Wasserknappheit und so weiter.
96:46
Und einfach die Lage vor Ort in den Ländern selbst ist es gerade durch den Klimawandel sehr, sehr schwer. Gehen wir in die nächste Leitung. Anrufen dürft ihr vom Handy vom Festnetz. Heute lautet das Thema nicht Kaffee, auch wenn es schön wäre. Thema heute ist Freizeit heutzutage wertvoller als Geld. Darüber rede ich mit euch. Und jetzt gucken wir nochmal, ob der Lorenz inzwischen da ist. Lorenz, hallo.
97:08
Hallo Daniel. Da ist er.
97:10
Schön. Vor dem habe ich dich nicht gehört. Sorry, ich habe das einfach aufgelegt.
97:14
Kein Problem. Gut.
97:16
Alles gut. Ja, spannendes, interessantes Thema. Ich glaube, die meisten, das war ja auch in der Umfrage bei dir, dass sie eher die Freizeit bevorzugen. Das war mal anders.
97:30
Also ich weiß noch, vor ein paar Jahren war das anders. Es ändert sich gerade.
97:37
Ja, die Freizeit ist viel wichtiger geworden, aber das hängt auch mit dem Internet zusammen, mit den Social Media hängt das zusammen, dass man eben immer so dieses Gefühl hat, die Menschen um einen herum oder überhaupt die Menschen, die Gesellschaft, die sind dann auf Dauer Freizeit. Also da passiert nichts anderes außer Freizeit und Freizeit und Freizeit.
97:59
Und dieser Eindruck, der einem vermittelt wird, den übernimmt man. Man ist ja als Mensch so auf Imitationen bedacht und man möchte das imitieren, was man da sieht. Ob jetzt einer irgendwie Climbing macht oder am Joggen ist oder mit dem Mountainbike unterwegs ist, vielleicht eine tolle Kreuzfahrt durchführt. Da hat man den Eindruck, das ist das, was ich auch machen muss und dem geht man nach.
98:29
ohne Geld funktioniert gar nichts. Also man kann nicht aus Luft und Liebe leben, wie meine Oma gesagt hat. Und Man muss vielleicht auch schauen, wie kann man im Wandel der Gesellschaft, wir haben viel Digitalisierung und Automatisierung, wo Roboter viel übernehmen, wie kann man da diesen Übergang finden, weil mittlerweile ist ja die Digitalisierung so weit vorangeschritten. Wir haben ja Roboter, die viele Bereiche übernehmen, gerade in Japan oder in China, da sind ja die Roboter in etlichen Bereichen unterwegs.
99:08
Und das wird hier auch irgendwann kommen. Da werden hier auch Berufe wegfallen. Und es ist schwierig zu sagen, ob wir quasi gezwungen werden, die komplette Arbeitswelt umzustellen, dass wir vielleicht mehr Freizeit haben, dass wir dann eben Arbeiten von Roboter übernommen bekommen, wo dann Stellen wegfallen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in tausend Jahren oder wie viele Jahren auch immer alles von Robotern übernommen wird.
99:43
Aber die Tendenz aktuell scheint da hinzugehen.
99:49
Naja, klar kann man jetzt schon darüber nachdenken, aber was bringt uns das, jetzt schon darüber nachzudenken, wie es in 100 Jahren oder in 1000 Jahren, das werden wir ja beide sowieso nicht erleben, wir beide. Schauen wir doch erstmal, ich glaube eher spannend sind doch die nächsten 5, die nächsten 10 Jahre.
100:07
Genau, so sehe ich das auch.
100:09
Und kann ich meine aktuelle Freizeit, jeder von uns, können wir unsere Freizeit nutzen, um uns auf diese Zukunft ein Stück weit vorzubereiten?
100:20
Ja, eine spannende Frage. Ich denke auch, du hattest ja den Kanzler vorhin mit reingebracht, den Bundeskanzler.
100:29
Ich habe ihn nur lieb gegrüßt, als ich die Umfrage vorgelesen habe.
100:33
Ja. Das war ja gerade bei der Frage, das war doch glaube ich die erste Frage. Die erste Frage, was würdet ihr wählen? Was ist euch wichtiger? Mehr Freizeit oder mehr Gehalt?
100:46
Ja. Es sind natürlich Bereiche, wo einfach dass Menschen nicht entbehrt werden können. Da wissen wir im Bereich Medizin, Pflege...
100:58
Da ist Not am Mann. Es gibt auch andere Bereiche. Also bei uns werden Lokomotivführer, ich weiß nicht, ob das wie davor die Jahre war, händeringend gesucht, aber schon sehr stark gesucht, weil das Bereiche sind, die schwer abgedeckt werden können. Natürlich kann man fragen, womit das zusammenhängt. Aber ich finde so diese Pauschalisierung, wie er das macht, abgesehen davon, ich würde doch nicht die CDU wählen, aber Wir müssen mehr arbeiten.
101:29
Schau mal, bevor wir das jetzt wieder zu sehr politisch ausarten lassen, geht es mir eher darum zu wissen, in welche Richtung könnte sich das entwickeln. Wir haben es Anfang der Woche schon mal angesprochen. Ich glaube, es war Montag oder Dienstag, bin mir gerade nicht sicher. Dass sich ja immer mehr junge Menschen auch für handwerkliche Berufe interessieren. Da gibt es ja gerade so einen kleinen Schwung, so einen kleinen Auftrieb.
101:50
Ist das vielleicht genau das in die Richtung, in die wir uns entwickeln werden? Dass mehr Leute in die Pflegeberufe, in soziale Berufe gehen werden oder auch in handwerkliche Berufe, weil sie genau da die Chance auch sehen, dass da die KI so schnell erstmal oder auch, dass die Roboter da so schnell nicht nachkommen werden?
102:10
Also das kann durchaus möglich sein. Es werden immer Berufsparten bleiben, wo die KI, wo die Roboter schwer einzuhalten. Aber die Anruferin zuvor, das fand ich auch spannend mit ihrer Selbstständigkeit.
102:26
Ich denke, es sind ja viele Bereiche, also viele Berufsbereiche, wo man vom Gefühl her sagt, Ja, zum Ausdruck bringen könnte, das, was ich mache, ist Freizeit, weil es so viel Spaß macht. Ich gehe da drinnen auf, das ist mein Element und ich genieße es. Und für andere ist das Urlaub und für einen ist es Freizeit. Da gibt es natürlich diverse Bereiche, ob man jetzt auf dem Coltschiff arbeitet oder irgendwas mit Animationen macht, auf irgendeiner Fernsehgebung.
103:01
Urlaubsinsel gibt ja so viele verschiedene Bereiche, auch wenn ich mir die Zugstrecke vorstelle von Köln Richtung Koblenz oder noch weiter Richtung Mainz und dann fährt man entlang am romantischen Rhein und ist Lokführer. Es gibt so viele Bereiche, wo man dann den Eindruck hat, man ist in einem Freizeitbereich. Nimm von mir aus auch die Profisportler, ob das jetzt Fußballer, Basketballer, Handballer sind, was auch immer. Das machen wir ja eigentlich, womit wir unsere Freizeit verbringen, dass wir dann gleich am Bolzplatz sind oder am Basketballplatz und ein, zwei Stunden dort kicken und so weiter.
103:40
andere verdienen ihr Geld damit. Und viele Menschen haben eben so diesen interessanten Beruf gefunden, wo sie dann der Meinung sind, das ist für mich quasi Freizeit. Die gehen so weiterhin auf, dass es denen nichts ausmacht, wenn sie dann eine 5- oder eine 6-Tage-Woche haben, 9-10 Stunden, während unser einer dann vielleicht ächzen und stöhnen würde. Das ist auch zu berücksichtigen.
104:11
Also ich finde es, Bei handwerklichen Berufen ist es ja so, du bist froh, wenn du Feierabend machst. Ob du Fliesenleger bist, Gas-Wasser-Installateur, was auch immer. Oder Automonteur. Und da würdest du einfach gerne mehr Freizeit haben. Wenn du vielleicht in einem anderen Bereich als Trainer arbeiten würdest, Fitnesskaufmann, das ist doch Paradies auf Erden. Also es ist ein Zuckerschlecken. Und
104:40
Lorenz, ich weiß, dass du immer sehr analytisch auch bist und gerne auch dir Sachen ganz genau anschaust. Deswegen kann ich, glaube ich, mit dir dieses kleine Experiment machen, das mir gerade eingefallen ist. Kennst du mich ja, ich bin ja immer so ein bisschen verrückt. Und mir kam gerade der Gedanke, was würde passieren, wenn ich mit Lorenz zusammen ein Tortendiagramm baue, Wie man Freizeit sinnvoll nutzt. Du weißt ja, was ein Tortendiagramm ist, ne? Kennt ihr, glaube ich, alle ein Tortendiagramm. So, die Torte hat insgesamt 100%.
105:11
Und ich möchte dir jetzt, ich nenne dir jetzt vier Bereiche. Vier Bereiche und du weist diesen Bereichen die Tortenstückgröße zu, in Prozent. Können wir das mal ausprobieren?
105:25
Also die Torte heißt Freizeit.
105:28
Es geht ja um Freizeit. Und jetzt geht es darum, diese Torte sinnvoll aufzuteilen. Ich habe jetzt mich, ja doch, vier Sachen fallen mir ein. Fangen wir an mit To-dos und Pflichten. Also sowas wie den Haushalt erledigen, einkaufen, irgendwelche Sachen, wie viel Prozent der Freizeit sollten hier für To-dos geopfert werden?
105:51
Die Frage ist doch, wie viel Freizeit hat man insgesamt? 100 Prozent.
105:55
Der Kuchen hat 100 Prozent. Wie viel Prozent würdest du reservieren deiner Freizeit? Man muss ja in der Freizeit. Das ist ja keine bezahlte Arbeitszeit. Den Haushalt erledigen und so weiter ist ja im Prinzip Einkaufen gehen, Arztbesuche. Ich will nur eine Prozentzahl. Ich will gar nicht lange mit dir diskutieren, weil wir haben gar nicht so viel Zeit. Wenn mir eine Zahl, ansonsten nenne ich eine.
106:18
Wenn ich ehrlich bin, vielleicht so fünf bis zehn Prozent maximal. Fünf bis zehn Prozent.
106:24
Okay, nehmen wir mal. Muss ich mir notieren, sonst vergesse ich es. Ich nehme die höhere Zahl. Nehmen wir jetzt als nächstes, was ist mir noch vor dem... Nehmen wir mal Soziales. Also sowas wie mit Freunden treffen, mit der Familie Zeit verbringen, gemeinsam irgendwas machen. Wie viel Prozent würdest du hier...
106:46
Unter Berücksichtigung des ersten Segments oder generell so einfach rausgauen?
106:51
Da sind nur noch 90 Prozent da.
106:53
Die zehn haben es ja schon weg. Also da würde ich wahrscheinlich so 60 Prozent nehmen.
107:01
60 Prozent. Gut, okay. Dann kommen wir zum Nächsten. Das Nächste wäre persönliche Weiterentwicklung. Finde ich nämlich wahnsinnig spannend. Das ist so mein Lieblings...
107:12
Damit verbringe ich am liebsten meine Freizeit. Lesen, lernen, Sport treiben, um den Körper zu stärken oder vielleicht neue Fähigkeiten zu erlernen. Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren oder Sprachen zu lernen oder so. Ja, immer nur ein bisschen, ich weiß, aber ich mache es wenigstens. Wie viel Prozent würdest du von dieser Freizeittorte für persönliche Weiterentwicklung zurücklegen? Wir haben noch, 30 Prozent sind noch übrig.
107:39
Also 15 Prozent oder ich würde sogar zurückgehen auf 55 mit der vorherigen Frage. Und da würde ich sogar 5 Prozent abknabbern, so quasi auf 20 gehen.
107:49
20 Prozent, gut. Und dann kommen wir zum letzten. Jetzt könnte man schon sagen, kannst ja überlegen, vielleicht willst du gleich nochmal umsortieren. Der letzte Punkt wäre...
107:58
Einfach nichts tun. Ist ja auch okay. Einfach mal faulenzen, einfach mal auf der Couch liegen und Netflixen oder ein Buch lesen oder nichts lesen, einfach nur an die Decke starren. Nichts tun. Wie viel Prozent von Freizeit sollte man einfach nichts tun und das ist vollkommen legitim.
108:16
Also das finde ich auch schon wichtig, was du sagst, gerade am Wochenende und so rumliegen, faulenzen und dann vielleicht auf dem Bett oder auf der Couch liegen und eine Doku dann konsumieren, eine interessante Doku und dann schläft man dabei ein, gerade am Wochenende. Also halte ich auch schon für sehr wichtig, wo man abschaltet. Es bleiben noch 15 Prozent übrig. 15 sogar. Ja, 10 Prozent würde ich davon auf jeden Fall nehmen, die 5 Prozent vielleicht gerecht nochmal in alle vier Rubriken verteilen.
108:46
Du kannst aus der 55 wieder eine 60 machen, wenn du willst.
108:51
Ja, verteile ich es mal gerecht auf alle vier Bereiche.
108:54
Auf alle vier. Na gut, das lässt sich die 5 nicht wirklich aufteilen. Aber interessant irgendwie.
109:01
Weißt du, was ich jetzt gerade merke? Dass diese 15 Prozent nichts tun, also wirklich nichts tun. Ich glaube, dass wir da mehr als 15 Prozent investieren. Also die Verteilung ist, glaube ich, doch etwas anders in echt, in der Realität.
109:19
Ja, ich weiß nicht. Ich glaube, so dieses gar nichts tun, wirklich kompletter Leerlauf. Ich bin nicht der Typ, der dann vor dem Handy sitzt oder vor dem Laptop, Tablet, was auch immer. Und ich finde es sehr wichtig. Aber es gibt tatsächlich Leute, da würde das zutreffen, was du sagst und genügend sicherlich, die dann auch alles da ausschöpfen und Da gibt es keinen Leerlauf. Also die sind unter Dauerstress, wenn man das so betrachten möchte. Da hängt man vor dem Handy.
109:50
Aber ich kann das nicht. Ich brauche meine 10 Prozent, wie wir es gerade hatten. Dann muss einfach Leerlauf. Gerade am Wochenende, Samstag, Sonntag, da wird die Klingel abgestellt, Telefon abgestellt.
110:01
Wirklich jetzt? Wirklich, wirklich? Oder sagst du das nur so?
110:04
Klingel abgestellt, Telefon.
110:06
Gerade Samstag, weil ich hatte halt wilde Leute, die mich um vier Uhr, drei Uhr morgens angerufen haben. Kannst du mich abholen? Ja, dann nimm doch das Taxi. Und seitdem stelle ich die Klingeln ab. Oder weil ich weiß, Samstags morgens klingelt entweder der Postbote oder der Nachbarsjunge, wo die Eltern nicht da sind und der hat den Schlüssel vergessen, was auch immer. Und da möchte ich meine Ruhe haben, weil ich weiß, Samstag ist mein freier Tag. Und da wird die Klingeln und das Telefon abgestellt.
110:32
Okay. Lorenz, ich muss schon wieder weiter, aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht und danke, dass ich mit dir das Tortendiagramm machen durfte.
110:39
Ich danke dir. Dir einen schönen Abend. Mach's gut.
110:44
Tschüss. Ach, hätte ich jetzt einen YouTube-Kanal, hätte ich das gemalt. Ich sag's euch, ich brauch eine Tafel. So, jetzt gehen wir in die nächste Leitung. Mal gucken, wen wir heute noch in die Sendung bekommen. Die Nummer zu mir. So, wen haben wir dran? Mit der 25. Hallo, wer da woher? Hallo? Ja, wer ist dran?
111:01
Ah, hey, hier ist der Cedric aus dem Westerwald.
111:03
Cedric, hatten wir schon mal die Ehre?
111:05
Ja, ist aber schon ein bisschen was her.
111:08
Okay, okay, freue mich. Ja, ich habe gerade mit dem Lorenz ja über Freizeit und wie man seine Freizeit eigentlich nutzt gesprochen. Finde ich ja eigentlich den spannendsten Aspekt überhaupt, weil Freizeit, ja, viele wissen nicht, was sie anfangen sollen. Jetzt habe ich gerade mal so das Ganze in vier Kategorien unterteilt. Wärst du auf selbe Ergebnis gekommen? Hast du gerade mit Lorenz innerlich mitverhandelt bei den Prozenten oder hättest du ganz andere Prozente verteilt?
111:35
Also an sich eigentlich fast ähnlich. Ich würde aber nur beim Sozialen ein bisschen absehen und das Nichtstun ein bisschen erhöhen.
111:46
Nichtstun ein bisschen erhöhen. Und das Soziale war ein bisschen runter. Was hat er bei den Sozialen gehabt? Ich weiß gerade gar nicht mehr. 60 oder 50. Ah, genau, das war das Höchste. Ah, Sozial würdest du ein bisschen runter machen. Das heißt, du willst in deiner Freizeit gar nicht immer so viel mit den anderen machen.
112:04
Naja, natürlich ist es schön, was mit seinen Freunden, mit der Familie und so weiter zu tun. Aber es gibt da, man nennt es Gott sei Dank, soziale Batterie, sage ich jetzt mal. Und wenn die, sage ich jetzt mal, aufgebraucht ist, will man nur seine Ruhe haben.
112:19
Ja, das stimmt.
112:21
Ich liege wirklich gerne mal in meinem Bett und denke über den Tag nach, denke über das Vergangene nach. Einfach meine Ruhe haben, das braucht jeder Mensch.
112:33
Ist das nicht witzig, dass wir uns das damals immer gedachten, als wir noch jugendlich waren, so, äh, was ist das denn hier? Und heute, Mittagsschliefchen, sehr gerne. Einfach nur auf der Couch hocken, sehr gerne.
112:47
Ja, ich glaube, dass es auch wirklich, wenn man so in der Jugend war, mit der Schule und so weiter, da hat man diesen ganzen Zeitraum nicht. Man hat zwar einen geplanten Tagesablauf, ja, aber Aber er ist nicht so deutlich zu spüren wie der Arbeitsalltag.
113:09
Meinst du wirklich, dass es das ist, dass wenn wir einen anderen Job hätten, wäre es anders?
113:16
Ich würde nicht sagen, wenn man einen anderen Job hat. Viele ruhen sich, sagen wir mal, man macht Abitur. Man ist 13 Jahre in der Schule. Man hat 13 Jahre das Gefühl bekommen, geil, mein Tag geht bis 13, 14 Uhr.
113:30
Und dann ist es vorbei. Und in der Zwischenzeit hat man auch nochmal eine Dreiviertelstunde Pause und hatte seine Freunde und hier, Mittagsschlaf, was ist das?
113:41
Verstehe. Ja, gebe ich dir recht. Also der Tag war wirklich nach der Schule, war der so, ja, 13 Uhr, spätestens 14 Uhr war Schluss.
113:50
Und dann hatte man so einen Tatendrang. Man wollte sofort los, man wollte raus, man wollte das Wetter genießen. Draußen was machen wir mit den Leuten? Stimmt schon. Da kam nicht der Gedanke, sich hin zu... Ja, manchmal Hausaufgaben. Mittags liefen irgendwelche Talkshows, die man sich angeguckt hat. Also zu meiner Zeit jedenfalls liefen die mittags. Versteh schon. Also, um es kurz zu machen, wir haben noch fünf Minuten. Ja, die Frage, ist Freizeit für dich heutzutage wertvoller als Geld oder sagst du, nicht wirklich?
114:20
Bei mir ist es nochmal ein ganz kleiner anderer Faktor, weil ich fahre jeden Tag über eine Stunde zur Arbeit. Sagen wir mal, ich fange um 6 Uhr an, fahre ich um 5 Uhr los und bin dann erst so gegen 17, 18 Uhr zu Hause. Und dann wünsche ich mir natürlich mehr Freizeit. Da würde ich sagen, Arbeitszeiten kürzen, scheiß auf das extra Geld, wenn ich das so sagen kann. Ich will mehr Freizeit. Ich will...
114:49
Nicht direkt hier ein bisschen noch was zu Hause tun, was essen und dann direkt wieder ins Bett.
114:56
Ich brauche mehr Zeit. Deutlich.
115:00
Und bist du jetzt an dem Punkt, dass du sagst, ich glaube, jetzt habe ich mich gut eingependelt, jetzt weiß ich genau, wie viel ich brauche oder ist es immer noch zu wenig?
115:10
Also ich bin jetzt, wie lange bin ich jetzt? Drei Jahre? Drei Jahre?
115:16
Drei Jahre versuche ich mich jetzt irgendwie einzupendeln. Das Problem dabei ist aber, dass ich Gleitzeit habe. Gleitzeit ist natürlich hier nochmal ein bisschen was gefährlicher. Da denkt man so, ach komm, bleibe ich jetzt mal ein Stündchen liegen. Ach komm, heute frage ich mal früher. Und nee, das... Wie viel Gleitzeit hast du denn? Eine Stunde oder wie viel? Ich kann zwischen sechs und neun da sein.
115:39
Wow! Okay, das ist drei Stunden Gleitzeit.
115:43
Das ist aber wirklich.
115:45
Und ja, gut, die Disziplin, wirklich immer um sechs anzufangen, ist natürlich gleich null.
115:51
Ja, vor allem, wenn man die Möglichkeit hat, boah, komm, heute fange ich mal um neun an. Heute ist eh ein schlechtes Wetter oder so. Und am nächsten Tag ist wieder geiles Wetter. Ich will um sechs Uhr anfangen, damit ich früh zu Hause bin. Die Disziplin kann man nicht halten.
116:09
Naja, wenn der Chef jetzt sagen würde, es gibt keine Gleitzeit, dann müsstest du sie erhalten.
116:13
Ja, aber ich glaube, kein Chef, wenn ich jetzt sage mal, wir halten die Gleitzeit, meistens beginnen die Arbeitszeiten ja so 7, 8 Uhr und nicht um 6. Da wäre es was anderes, aber um 6 Uhr jeden Morgen, das ist halt schon schwierig. Vor allem, wenn der Verkehr auf der Rücktour deutlich erhöht ist, dass ich statt einer Stunde teilweise zwei bis drei Stunden brauche.
116:38
Aber dann wärst du dann um 14 Uhr fertig, wenn du um 6 anfängst? Oder wärst du um 15 Uhr fertig wegen einer Stunde Pause?
116:45
Um Viertel nach 3, also 15, 15.
116:49
Wenn du um 6 anfängst?
116:51
Ja. Und so bist du erst um Viertel nach 6 fertig? Wenn du um 9 Uhr anfängst?
116:58
Genau.
116:59
Boah, ist aber schon ein krasser Unterschied.
117:02
Ja, das ist auch sehr früher. Vor allem...
117:07
Wir haben hier sozusagen einen Kiosk noch bei uns in der Ecke. Der hat nur bis 19 Uhr offen und da sind halt viele meiner Freunde auch. Und wenn der zu hat, ist halt unser Treffpunkt weg. Weil da trifft sich irgendwie immer jeder und danach verteilen sich alle überall hin.
117:26
Und wenn ich dann um 18 Uhr erst Feierabend habe, dann schaffe ich das nicht mehr dahin.
117:34
Ja, und dann, wo hängen die dann ab? Die müssen doch noch woanders sein.
117:38
Ja, die fahren entweder nach Hause dann oder, keine Ahnung, fahren ein paar Kilometer weiter weg, weil die Bock haben, Auto zu fahren. Und ich habe keine Lust, nach einer anderthalb, zwei Stunden Autofahrt dann noch weitere Kilometer zu fahren. Ja, okay, gut, das verstehe ich auch wieder. Deswegen sage ich auf jeden Fall, dass mir Freizeit deutlich lieber ist als Geld.
118:04
dann halten wir das mal so fest. Finde ich mutig, finde ich auch gut. Viele haben ja auch schon gesagt, dass es ihnen schwerfällt, dann einfach Nein zu sagen. Sie werden gefragt, kannst du mal hier eine Überstunde, kannst du da mal einspringen? Aber am Ende des Tages, ja, ist es vielleicht doch wichtiger, als öfters mal auf sich selbst zu hören. Was sagt mein Körper? Was sagt mein Körper? Was sagt mein Geist? Brauche ich da vielleicht doch lieber gerade eher die Pause anstatt die 50 Euro mehr am Monatsende? Cedric, vielen Dank, dass du angerufen hast. Dir einen schönen Abend.
118:35
Und vielleicht hören wir uns irgendwann wieder. Alles Gute dir. Ja, danke. Bis dann. Mach's gut. Ciao. So, war ein spannendes Thema. Wir hören uns heute Abend wieder ab 12 Uhr mit einem neuen Thema. Und ihr müsst mir noch verraten, worauf ihr am Freitag Lust habt. Sollen wir Geschichten-Bingo machen oder sollen wir statt Geschichten-Bingo lieber wieder Fragen machen, die so komplex sind, dass sie zu überraschenden Ergebnissen führen? Ich weiß gar nicht, wie ich das Ganze genannt habe damals. Muss ich nochmal nachgucken. Erstmal vielen Dank fürs Zuhören, fürs Mailschreiben und fürs Posten.
119:05
Ich werde euch die Frage einfach in die WhatsApp-Gruppe stellen. Dann könnt ihr selber entscheiden. Und heute Abend hören wir uns wieder um 12 Uhr. Bis dahin macht's gut. Tschüss.